11. Karate-Cup von Shotokan Saarwellingen

Karate : In Saarwellingen fliegen die Füße

250 Kämpfer gingen beim 11. Karate-Cup an den Start. Ausrichter Shotokan kann sich über vier Goldmedaillen freuen.

Ein älteres Ehepaar schaute immer wieder verblüfft, wenn Kinderkehlen dynamisch einen „Kiai“ ausstießen. Der Kampfschrei gehört zum Karate, wie die bunten Gürtel und die weißen Kampfanzüge. Und der „Kiai“ war an diesem Tag, anlässlich des 11. Kaiten-Karate-Cups, sehr oft in der Saarwellinger Sporthalle zu hören.

Dort hatten sich 250 Karateka aus 24 Vereinen eingefunden, um in 40 Wettbewerben ihr Bestes zu geben. Die Meldelisten spiegelten den hohen Stellenwert der Veranstaltung, die Teilnehmer reisten aus Luxemburg und der gesamten Bundesrepublik an. „Es ist eine Mammut-Aufgabe, die wir hier bewältigen“, resümiert Tilo Becker, der erste Vorsitzende des Ausrichters Shotokan-Karate Saarwellingen. „Durch die vielen Ehrenamtlichen gelingt es uns aber jedes Jahr, diese erfolgreich zu meistern.“

Begeisterung kam bei dem älteren Ehepaar indes auf, als sich die drei jüngsten Teilnehmer des Turniers für die Kata, den Kampf gegen einen imaginären Gegner, aufstellten. Grace Hendra (5 Jahre), Melina Liebrecht (6) und Tamina Hauter (7) – alle vom Budokan Kaiserslautern – zeigten eine fehlerfreie Kata und wurden am Ende mit dem donnernden Applaus der zahlreichen Zuschauer und dem ersten Platz belohnt.

Auch für den Ausrichter lief es in Sachen Medaillenausbeute fehlerfrei: Amelie Dieli, Patrick Haak, Chayenne Paulus und Benedikt Backes (jeweils Platz eins), Benjamin Ruhmann, Jumana Aljabri, Moritz Weirich, Celine Becker, Ilyas Köktas, Kimberly Folz, Helena Botta, Maja Woll, Dorina Insalaco und das Kata Team II der Altersklasse Ü 45 (jeweils Platz zwei), das Kata Team I der Ü 45, John Lica Becker, Angelika Heemann, Kimberly Folz, Mia Theobald und Valentin Rupp (jeweils Platz drei) sicherten dem Shotokan-Karate Saarwellingen am Ende den vierten Platz im Medaillenspiegel.

 Platz eins ging hier an Budokan Kaiserslautern, vor dem TV Holz und dem TV St. Wendel. Das ältere Ehepaar hatte sich, nach der Kata-Vorführung des ältesten Teilnehmers, Hans Bardua (65, Kaiserslautern), übrigens nach den Trainingszeiten in Saarwellingen erkundigt – wie der Kiai klingt, wissen sie ja schon.

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