1. Sport
  2. Saar-Sport

10. Etappe des Saarlandlaufs führt in den Landkreis Merzig-Wadern

Saarlandlauf : Saarlandschwein-Plätzchen als Lohn

Nicht nur Dagmar Rininsland läuft rund ums Land: Bei der zehnten Etappe des Saarlandlaufs von Nonnweiler nach Weiskirchen sind 80 Teilnehmer dabei.

Zur Halbzeit der laufenden Saarland-Umrundung erreichten rund 80 Läufer den Kreis Merzig-Wadern. Die zehnte Etappe des Saarlandlaufs führte am vierten Adventssonntag bei nass-kaltem Wetter von Nonnweiler nach Weiskirchen. Organisator Dirk Eichler-Uebel von der LAG Saarbrücken ist mit der Halbzeitbilanz zufrieden.

„Damit liegen wir im Schnitt bei knapp 100 Teilnehmern auf jeder Etappe“, freut er sich. Auf den bisherigen zehn Etappen seien über 930 Starts von mehr als 300 verschiedenen Läufern absolviert worden. Viele waren bei mehreren Etappen dabei, nunmehr noch sechs Läufer bei allen zehn Etappen. Dazu gehört auch der LAG-Organisator, der zudem als Guide eine von drei Laufgruppen führte.

Zu den „Wintermeistern“ des Saarlandlaufs zählen neben Dirk Eichler-Uebel noch Eveline und Bertin Dillinger, Peter Bauer, Reinhold Honecker sowie Astrid Blasius. Die aus dem Saarland stammende Läuferin des TV Hermeskeil ist begeistert: „Dafür lasse ich sämtliche Wettkämpfe sausen“, sagt Blasius, die auch die restlichen zehn Etappen möglichst alle mitlaufen will. Es sei „einfach eine geile Stimmung“ unter den Läufern.

Das bestätigen auch Sabine König (St. Ingbert) und Ulli Blank („ich bin die Rennschnecke vom LC Rehlingen“), die sogar eigens Saarlandschweinchen als Adventsplätzchen gebacken hat. Die Geselligkeit während und nach dem Lauf gehört dazu. „Wir haben uns hier beim Saarlandlauf kennengelernt“, erzählt König. Es ist eben ein Freundschaftslauf, bei dem das gemeinsame Erleben von Landschaft und Sehenswürdigkeiten des Saarlands im Vordergrund steht.

Zu denen, die fast alle Läufe mitgemacht haben gehört auch Dagmar Rininsland, die nur eine Etappe verpasst hat. Sie läuft mit ihrem Husky-Mischling Aico, der zum siebten Mal dabei ist. „Bei den ersten Etappen im Sommer war es für den Hund zu heiß“, sagt die 49-Jährige aus Beckingen und macht sich weiter vom Verpflegungspunkt in Wadrill auf die letzten Kilometer.

Am Fußballball-Platz des FC Wadrill, der eigens sein Clubheim zur Verfügung stellte, standen sechs Helfer des TV Hermeskeil mit warmen Getränken bereit. „Als Läufer machen wir das gerne“, sagt Doris Weber, die nur bedauert, „nicht selbst mitlaufen zu können“. Von den 60 aktiven Läufern des TVH stammen einige aus Wadrill, erklärt Abteilungsleiter Bernd Schmidt, dadurch sei der Kontakt zum Saarlandlauf entstanden. Doris Weber und Astrid Blasius hätten die Unterstützung organisiert.

Wenige Kilometer zuvor hatten die Saarlandläufer an den römischen Monumentalgrabhügeln bei Oberlöstern den Kreis Merzig-Wadern erreicht, die schnellste Gruppe schon 45 Minuten nach dem Start in Nonnweiler. In kurzen Abständen folgten die mittlere sowie die gemütliche Gruppe. Über Wadrill ging es weiter im zweiten Teil der mit 500 Höhenmeter anspruchsvollen Strecke Richtung Weiskirchen.

Überhaupt zum ersten Mal dabei waren Stephanie Dörr aus Saarbrücken und Laura Fries aus Eppelborn. „Ich habe den beiden vorgeschwärmt, wie toll es ist“, erzählt Celine Scheidhauer, die ihre zweite Etappe lief. „Das war eine richtig schöne Strecke“, bestätigt Stephanie. „Beim gemeinsamen Laufen ohne Wettkampfdruck hatten wir Zeit zum Reden“, ergänzt Laura. Und man lerne dadurch auch andere Läufer kennen.

 An den Römischen Monumentalgrabhügeln bei Oberlöstern kamen die Saarlandläufer in den Kreis Merzig-Wadern.
An den Römischen Monumentalgrabhügeln bei Oberlöstern kamen die Saarlandläufer in den Kreis Merzig-Wadern. Foto: Axel Künkeler
 Dagmar Rininsland aus Beckingen läuft mit ihrem Husky Aico rund ums Land.
Dagmar Rininsland aus Beckingen läuft mit ihrem Husky Aico rund ums Land. Foto: Axel Künkeler
 Sabine König und Dirk Eichler-Uebel mit Saarlandschwein-Plätzchen
Sabine König und Dirk Eichler-Uebel mit Saarlandschwein-Plätzchen Foto: Axel Künkeler

Sich Kennenlernen, Spaß haben beim gemeinsamen Laufen, Natur und Landschaft genießen, das ist es wohl, was die Saarlandläufer verbindet neben dem besonderen Aspekt, das eigene Bundesland zu umrunden. Letzteres ist aber eher nebensächlich, man sproocht bei Bier und Glühwein, Kuchen und Saarlandschwein-Plätzchen. Die Geselligkeit nach dem Lauf im „Haus des Gastes“ steht im Fokus. Beim Abschied wünschen sich alle frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, denn gleich im Januar sehen sich die meisten bei den nächsten Etappen des Saarlandlaufs schon wieder.