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1. FFC Frankfurt spaziert ins Finale

1. FFC Frankfurt spaziert ins Finale

Der 1. FFC Frankfurt steht in dieser Saison vor einem aufregenden Endspurt: In Berlin bestreitet die Mannschaft von Trainer Colin Bell das Champions-League-Endspiel, im Titelkampf der Bundesliga ist sie auf Schützenhilfe angewiesen.

Ganz locker und beschwingt sind die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt ins Endspiel der Champions League gestürmt. Der dreimalige Titelgewinner kämpft nach dem 6:0 (5:0) am Samstag bei Brøndby IF zum sechsten Mal um Europas Krone. "Es ist ein Traum, wieder ins Finale einziehen zu können. Damit haben wir unser erstes Saisonziel eindrucksvoll erreicht", sagte Manager Siegfried Dietrich. Bereits im Hinspiel im eigenen Stadion hatte Frankfurt deutlich mit 7:0 gegen den Vizemeister aus Dänemark gewonnen.

Der Gegner des FFC ist im Endspiel am 14. Mai (18 Uhr) im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin ist der französische Topclub Paris St. Germain mit den deutschen Nationalspielerinnen Lira Alushi, Josephine Henning, Annika Krahn und Linda Bresonik . Nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel verlor PSG gestern Abend im Rückspiel gegen den deutschen Meister und Champions-League-Titelverteidiger VfL Wolfsburg zwar mit 1:2, doch das reichte. Schon in der sechsten Minute verpasste PSG-Spielerin Aurélie Kaci dem VfL mit der Führung einen herben Dämpfer. Die Aufholjagd mit Toren von Martina Müller (71.) und Zsanett Jakabfi (74.) kam zu spät.

Dem Frankfurter Spiel am Samstag drückte vor allem Nationalspielerin Celia Sasic ihren Stempel auf. Nach vier Treffern im Hinspiel traf Sasic in Kopenhagen drei Mal (14., 25. und 39. Minute). Die drei übrigen Tore gingen auf das Konto der Spanierin Veronica Boquete (7., 32., 84.).

Vor dem Champions-League-Finale geht es für Frankfurt in der Bundesliga um den Titel, den ersten seit 2008. Am 10. Mai kommt es am letzten Spieltag gegen Wolfsburg zum entscheidenden Duell. Der VfL, der weiter die verletzte Weltfußballerin Nadine Keßler ersetzen muss, führt mit einen Punkt Vorsprung vor dem FC Bayern, der gestern Absteiger Herford mit 6:0 besiegte, und einem weiteren vor dem FFC. Aus eigener Kraft kann Frankfurt also auch bei einem Erfolg gegen Wolfsburg nicht Meister werden. Die Münchnerinnen, zuletzt 1976 in der Meisterschaft erfolgreich, könnten der lachende Dritte werden. Die Mannschaft hat ein Heimspiel gegen die SGS Essen.

Auch die Entscheidung über den zweiten Absteiger fällt erst am letzten Spieltag, da den Tabellenvorletzten MSV Duisburg (1:1 beim USV Jena) und den SC Sand (1:1 gegen Potsdam) weiter zwei Punkte trennen. Duisburg empfängt in zwei Wochen Schlusslicht Herford , Sand gastiert bei Bayer Leverkusen .