1. FC Saarbrücken trifft erneut auf die TSG 1899 Hoffenheim II

FCS gegen Hoffenheim II : Neuauflage mit anderen Vorzeichen

1. FC Saarbrücken will an diesem Dienstag unbedingt zurück an die Tabellenspitze.

Wenn der 1. FC Saarbrücken an diesem Dienstag um 17.45 Uhr zum Nachholspiel der Fußball-Regionalliga Südwest gegen die TSG Hoffenheim II antritt, sind die Vorzeichen der Partie deutlich andere als noch vor zwei Wochen. Damals wurde die Begegnung beim Stande von 1:0 für den FCS wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgebrochen – jetzt geht sie bei null los. „Ich kannte die Regel gar nicht, dachte, es geht beim damaligen Spielstand weiter“, gesteht FCS-Torwart Daniel Batz, für den nach der ersten Saison-Niederlage am Samstag gegen Bayern Alzenau (0:2) vor allem eines klar ist: „Wir müssen wieder in die Spur kommen.“

Viel Zeit, den verschenkten Punkten nachzuweinen, blieb nicht – für eine Analyse schon. „Wir waren in den entscheidenden Situationen nicht konsequent genug“, sagt FCS-Trainer Dirk Lottner: „Mit zunehmender Spieldauer wurde unser Spiel immer träger. Wir haben uns einlullen lassen, und dann wurde die Fehlerquote höher.“ Das darf gegen die TSG so nicht passieren, auch wenn es wohl eine ganz andere Zweitvertretung sein wird als die, die vor zwei Wochen extrem defensiv und auf Schadensbegrenzung gespielt hat. „Deren erste Mannschaft spielt erst nächsten Montag wieder. Da gehe ich jetzt mal davon aus, dass der ein oder andere runterkommt, der Spielpraxis braucht“, sagt Lottner zu den veränderten Vorzeichen: „Es ist eine ganz andere Situation. Wir haben unser erstes Spiel verloren, müssen darauf eine Antwort finden, um den ersten Tabellenplatz zurückzubekommen.“ Neuer Spitzenreiter ist jetzt nämlich der TSV Steinbach Haiger.

Die Saarbrücker Fans hoffen auf die entsprechende Reaktion ihrer Mannschaft nach dem Dämpfer gegen Alzenau. „Es ist jetzt kein besonderer, zusätzlicher Druck“, sagt Batz: „Wir müssen jetzt ganz einfach mal bei uns bleiben. Ich schaue ohnehin selten auf die Tabelle. Sie ist zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin zweitrangig.“ Warnschuss ja, Selbstzweifel nein – so sieht es auch der Trainer. „Wir müssen uns nicht kleiner machen, als wir sind, und jetzt wieder alles hinterfragen“, reagiert Lottner auch auf die anhaltende Kritik aus Teilen der Fanszene an seiner Dreierkette in der Defensive: „Wir müssen die Dinge, die wir in den letzten Spielen gut gemacht haben, auch wieder abrufen und die Bereitschaft dazu haben.“

Beim FCS steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Fanol Perdedaj, der weiter an Adduktorenproblemen leidet. „Hoffnung haben wir immer“, sagt Lottner: „Aber im Hinblick darauf, dass es auch schlimmer werden könnte, müssen wir sehen, ob es Sinn macht.“ Auch Cedric Euschen (Sprunggelenk) steht nicht zur Verfügung, er befindet sich im Individualtraining.

Die Tickets des ursprünglichen Spiels haben auch an diesem Dienstag Gültigkeit. Rund 150 Fans haben den Service des FCS in Anspruch genommen, aufgeweichte oder verlorene Tickets zu ersetzen. Für diese registrierten Anhänger ist eine Abholkasse eingerichtet.

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