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1. FC Saarbrücken Tischtennis schlägt Mühlhausen und Grünwettersbach

Kostenpflichtiger Inhalt: 1. FC Saarbrücken Tischtennis schlägt Mühlhausen und Grünwettersbach : Ein fast perfektes Wochenende

Tischtennisspieler des 1. FC Saarbrücken ziehen ins Halbfinale der Champions League ein und bleiben Bundesliga-Tabellenführer.

Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis marschiert weiter – national wie international. Am Sonntag verteidigten die Blau-Schwarzen mit einem 3:0 gegen den ASV Grünwettersbach ihre Tabellenführung in der Bundesliga und haben damit die Teilnahme an den Playoff-Spielen um die deutsche Meisterschaft sicher. Zwei Tage zuvor war der FCS seinem Favoritenstatus auch im Viertelfinale der Champions League gerecht geworden. Dem 3:2-Auswärtserfolg beim Post SV Mühlhausen ließen die Saarländer am Freitag einen 3:1-Heimsieg folgen. Damit steht der FCS zum dritten Mal nach 2012 und 2017 im Halbfinale der europäischen Königsklasse und trifft dort auf Titelverteidiger Fakel Orenburg aus Russland.

„In der Champions League im Halbfinale und in der Bundesliga sicher in den Playoffs – das war ein Top-Wochenende für uns, auch wenn es bei mir persönlich nicht ganz optimal gelaufen ist“, freute sich die Saarbrücker Nummer eins Patrick Franziska.

Nach dem enttäuschenden Aus gegen Grünwettersbach im Pokalhalbfinale (2:3) nahmen die Saarländer am Sonntag in der Bundesliga vor 500 Zuschauern in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle eindrucksvoll Revanche. Den Auftakt machte Shang Kun, der bei seinem 3:1-Sieg gegen den Ex-Saarbrücker Tobias Rasmussen wenig Probleme hatte. Das 2:0 besorgte danach Patrick Franziska, der gegen Wang Xi allerdings deutlich mehr Aufwand betreiben musste, bis er den Abwehrroutinier mit 3:2 niedergerungen hatte. Den letzten Punkt steuerte Darko Jorgic mit seinem 3:2-Sieg gegen den Inder Sathiyan Gnanasekaran bei. „Der Gedanke an die Revanche war schon im Kopf. Ich hatte schon in der Kabine gesagt, dass wir mit Grünwettersbach noch eine Rechnung offen haben“, sagte FCS-Trainer Slobodan Grujic.

Wie schon im Hinspiel in Thüringen war Shang Kun am Freitag vor 480 Zuschauern in der Deckarm-Halle mit abermals zwei Siegen auch in der zweiten Partie gegen Mühlhausen der herausragende Akteur der Saarbrücker. Im ersten Spiel ließ der Chinese bei seinem 3:0-Sieg Steffen Mengel keine Chance. Als Ovidiu Ionescu seinen überraschenden Erfolg aus dem Hinspiel wiederholte und mit einem 3:1-Sieg gegen Franziska gewann, witterten die Gäste kurz Morgenluft. „Ich habe jetzt mal ein Spiel verloren, das passiert halt. Klar, kann ich besser Tischtennis spielen, aber solche Phasen gibt es halt. Ich hoffe, dass ich dafür in den entscheidenden Spielen in Topform bin“, macht sich Franziska über sein kleines Tief nicht verrückt.

Der Rückenwind der Gäste verflaute allerdings so schnell, wie er aufgekommen war. Jorgic stellte mit einem umkämpften Fünfsatzsieg gegen Lubomir Jancarik die 2:1-Führung in der Gesamtwertung her. Damit war der Einzug der Saarländer ins Halbfinale der Champions League bereits rechnerisch gesichert und der Widerstand der Mühlhausener gebrochen. Im letzten Spiel des Tages setzte Shang Kun, der in seinen vier Einzelbegegnungen gegen Mühlhausen nur einen einzigen Satz abgab, mit einem 3:1-Sieg gegen Ionescu den i-Punkt auf seine grandiose Leistung. „Ich kann nicht sagen, ob das das beste Tischtennis ist, das ich spielen kann, oder ob noch mehr geht. Aber ich freue mich, wenn ich den Fans etwas bieten kann“, sagt der Chinese.

Trotz der vermeintlichen Übermacht des Vorschlussrundengegners Orenburg, glauben die Saarländer an ihre Chance, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Endspiel in der kontinentalen Königsklasse erreichen zu können. Im ersten Halbfinale 2012 schien der FCS nach einem überragenden 3:0-Hinspielsieg gegen UMMC Jekaterinburg schon durch, schied dann aber durch ein 0:3 samt schlechterem Satzverhältnis im Rückspiel doch noch aus. 2017 blieb der FCS gegen den späteren Champion Orenburg mit 1:3 und 0:3 ohne Chance. Der FCS hat also noch eine Rechnung offen.