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1. FC Saarbrücken vor Auswärtsspiel
FCS will in Walldorf nachlegen

(Symbolbild)
(Symbolbild) FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Der Tabellenführer der vergangenen fünf Spiele muss beim Vorletzten siegen. Von Patric Cordier

Dirk Lottner, Trainer beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken, hatte sich diesmal besonders intensiv auf die wöchentliche Pressekonferenz am Freitag vorbereitet. Nach seiner mitgebrachten Statistik liegt der FCS auf Tabellenplatz eins – wenn man nur die letzten fünf Spiele betrachtet. Lottner wehrte sich auch erneut gegen die seiner Meinung nach überzogene Kritik aus den Reihen der Fans nach der 1:2-Derbyniederlage beim FC Homburg vor zwei Wochen: „Wir hatten in der Schlussphase noch drei dicke Chancen. Da kann mir doch keiner sagen, die Mannschaft habe nicht gekämpft. Man kann die Bewertung eines Spiels doch nicht abhängig davon machen, ob du es gewinnst oder verlierst.“


Aber Fußball ist nun einmal auch ein Ergebnissport, und in der offiziellen Tabelle sind die vor der Saison als Topfavorit auf den Titel eingestuften Saarbrücker eben nur Fünfter mit mindestens – weil vom Bestand des Sportgerichtsurteils abhängigen – fünf Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim.

„Wenn wir den Anspruch haben, da vorne irgendwann nochmal reinzurutschen, gehört ein Sieg beim Tabellenvorletzten einfach dazu“, sagt Lottner vor dem Gastspiel seiner Mannschaft an diesem Samstag um 14 Uhr bei Astoria Walldorf und ergänzt: „Das wird aber kein Selbstläufer. Das ist eine Mannschaft, die aus Spaß Fußball spielt. Da sind keine zehn Spieler drin, die in den nächsten zehn Jahren in den Profibereich wollen. Aber das macht sie gefährlich.“



Bei den Blau-Schwarzen fehlen die beiden Mittelfeldspieler Markus Mendler und Fanol Perdedaj. Während für den Gelb-gesperrten Perdedaj einfach Marco Holz ins Team rotieren wird, ist der Ersatz für den Gelb-Rot-gesperrten Mendler noch offen. „José Pierre Vunguidica kann über den Flügel kommen, das hat er lange Zeit in der Jugend gespielt. Wir haben Gillian Jurcher, oder wir können auch Alexandre Mendy wieder offensiv ins Mittelfeld ziehen“, sagt Lottner, „ich habe mich noch nicht entschieden.“