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1. FC Saarbrücken in der Regionalliga Südwest zu Gast beim FK Pirmasens

Regionalliga Südwest : FCS will in Pirmasens nachlegen

Heute Nachholspiel für den 1. FC Saarbrücken. Diskussion um Fanprojekt.

  Wenn Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken am heutigen Dienstag um 19 Uhr im Stadion Husterhöhe zum Nachholspiel beim FK Pirmasens antritt, werden wieder einige hundert Anhänger die Blau-Schwarzen begleiten. Die allermeisten von ihnen stehen Gewalt oder Pyrotechnik ablehnend gegenüber. Umso mehr überraschen die jüngsten Äußerungen des saarländischen Innenministers Klaus Bouillon.

In der vergangenen Woche begrüßte er die mögliche Weitergabe der Kosten von Polizeieinsätzen bei Risikospielen an die Vereine, am Samstag begutachtete er den ersten Einsatz einer Polizieidrohne beim – störungsfreien – Saarderby FCS gegen Homburg, am Montag nannte er die Förderung des Fanprojekts Innwurf „rausgeworfenes Geld“. „Themen rund um die Sicherheit bei Fußballspielen scheinen Herrn Bouillon gerade sehr zu beschäftigen“, sagt FCS-Geschäftsführer David Fischer, „Fanprojekte leisten wichtige Arbeit bei den Jugendlichen rund um einen Verein. Ihr sozialpädagogischer Erfolg ist bundesweit unbestritten. Auch hier in Saarbrücken ist das Fanprojekt trotz einer gewissen Fluktuation beim Personal ein über Jahre gewachsener Partner – auch in Sicherheitsbelangen.“

Sicher gewinnen will FCS-Spieler José-Pierre Vunguidica heute gegen den FKP. „Wir machen das nicht nur für die anderen Vereine, die da unten drinstehen. Wir machen das für uns. Wir sind Profis und wollen möglichst alle verbliebenen Spiele für uns entscheiden.“ Dass der gelernte Stürmer beim FCS mittlerweile zum linken Verteidiger mutiert ist, kommentiert er brav. „Solange der Trainer meint, dass ich damit der Mannschaft helfe, werde ich das spielen. Man muss ja auch zugeben, dass Gillian Jurcher und Sebastian Jacob das vorne auch sehr gut machen“, sagt Vunguidica, der noch immer auf sein erstes Saisontor wartet. Doch das nimmt er mit Humor. „Zumindest von der Position her bin ich davon so weit weg wie noch nie in meiner Karriere.“

Der FCS ist mit breiter Brust, einem gestiegenen Selbstbewusstsein und ohne größere Blessuren aus dem Saarderby hervorgegangen. Nur Stürmer Sebastian Jacob klagte nach dem 3:0 über leichte Wadenprobleme. Mittelfeldmotor Fanol Perdedaj hatte während des Spiels am Samstag einen Schlag aufs Knie abbekommen, meldete sich gestern aber voll einsatzfähig: „Alles gut. Was dick wird, wird auch wieder dünn.“

Im Halbfinale des Saarlandpokals kommt es wie bereits berichtet zum Stadtderby des SV Saar 05 gegen den 1. FC Saarbrücken. Beide Vereine bemühen sich derzeit um eine Vorverlegung. „Statt am 1. Mai würden wir gerne am 30. April um 18 Uhr spielen“, erklärt FCS-Sportdirektor Marcus Mann, „die Bestätigung vom Saarländischen Fußball-Verband steht aber noch aus.“