1. FC Saarbrücken II, FV Bischmisheim und Spvgg. Quierschied II können Meister werden

FCS II, Bischmisheim und Quierschied II : Der Meister-Sekt steht schon kalt

Der FV Bischmisheim, die Spvgg. Quierschied II und der 1. FC Saarbrücken II können an diesem Sonntag aus eigener Kraft Meister werden.

Mit dem Ziel, schnellstmöglich wieder die Lücke zwischen Profis und Amateuren zu schließen, hat der 1. FC Saarbrücken vor der Saison wieder eine zweite Mannschaft gemeldet. Diese musste in der untersten Liga neu anfangen. Drei Jahre zuvor hatte der Club seine aus der Oberliga abgestiegene U 23 zurückgezogen. Ein Schritt, der vom jetzigen Vorsitzenden Jörg Alt als „Todsünde“ betitelt wird. Er machte sich für die Neuanmeldung der Reserve stark und verpflichtete dafür mit Ex-FCS-Stürmer Sammer Mozain einen Spielertrainer mit „Stallgeruch“.

Mozain steht mit seiner Mannschaft in der Fußball-Kreisliga A Südsaar vor dem Aufstieg. Im Spiel beim Tabellenachten SV Geislautern II an diesem Sonntag, 19. Mai, um 13.15 Uhr reicht ein Unentschieden zum Titelgewinn. Da der FCS II alle 24 Saisonspiele gewonnen hat, zweifelt niemand am Aufstieg in die Bezirksliga Saarbrücken. „Wir wollen alles klar machen. Gefeiert wird aber erst eine Woche später im FC-Sportfeld“, sagt Mozain mit Blick auf das letzte Saisonspiel am 26. Mai gegen den SV Hermann-Röchling-Höhe II. „Mit dem Verband ist vereinbart, dass wir bei dieser Partie die Meisterschale erhalten“, sagt der 34-Jährige. Den Titelgewinn sieht er nicht als Selbstläufer. „Viele haben gesagt, die werden sowieso Meister. Aber wir haben auch mehr dafür getan als andere in dieser Liga. Wir haben drei bis vier Mal die Woche trainiert. Dazu gab es auch an spielfreien Wochenenden Übungseinheiten.“

Während der FCS II in seiner Liga der große Titelfavorit war, konnte man das vom FV Bischmisheim nicht behaupten. Der ist vor der Saison als Landesliga-Vizemeister über den Umweg Entscheidungsspiel – 4:3 nach Elfmeterschießen gegen die SG Körprich-Bilsdorf – in die Verbandsliga Süd-West aufgestiegen. Nach dem Aufstieg lief es für die Mannschaft von Trainer Stephan Otte prima: Zwei Spieltage vor Saisonende hat der FV als Spitzenreiter vier Zähler Vorsprung vor Verfolger 1. FC Reimsbach. Gewinnt Bischmisheim an diesem Sonntag, 19. Mai, um 16.45 Uhr zuhause gegen den Tabellenvierten SC Reisbach, wäre der Durchmarsch in die Saarlandliga perfekt. „Wir haben zwar noch keine Meister- T-Shirts bestellt, aber wir wollen alles klar machen“, sagt Otte.

Auch bei der Spvgg. Quierschied II könnte an diesem Sonntag über den Aufstieg gejubelt werden. Die Reserve des Saarlandligisten kann mit einem Heimsieg um 13.15 Uhr gegen den Tabellenfünften SV Schnappach den Titelgewinn in der Bezirksliga Saarbrücken eintüten. Für Markus Woll, der Quierschied II mit Yannik Eiler trainiert, wäre es bereits der sechste Aufstieg mit seinem Heimatclub. Als Trainer der „Ersten“ wurde er mit der Spvgg. Kreis- und Bezirksliga-Meister. Zudem schaffte er in Entscheidungsspielen den Sprung in die Verbands- und die Saarlandliga. Hinzu kam ein Titelgewinn als Spieler in der Reserve. „Wir sind für eine Feier am Sonntag vorbereitet, müssen das jetzt aber aus den Köpfen bekommen, um voll konzentriert zu sein“, sagt der 34-Jährige.

Neben dem FCS II, Bischmisheim und Quierschied könnten an diesem Wochenende auch noch der FC Kandil Saarbrücken (Landesliga Süd), der FC Kutzhof (Bezirksliga Neunkirchen) und Viktoria Hühnerfeld II (Kreisliga A Saarbrücken) Meister werden – allerdings nur mit Schützenhilfe von Konkurrenten.