| 22:27 Uhr

Regionalliga Südwest
Carl schießt den FCS zum Auswärtsdreier

Mann des Abends war Marcel Carl, der vor 600 Zuschauern – darunter der Ex-Saarbrücker Patrick Schmidt – mit zwei Treffern erheblichen Anteil hatte.
Mann des Abends war Marcel Carl, der vor 600 Zuschauern – darunter der Ex-Saarbrücker Patrick Schmidt – mit zwei Treffern erheblichen Anteil hatte. FOTO: BeckerBredel
Stuttgart. 1. FC Saarbrücken gewinnt beim VfB Stuttgart II mit 3:0. Neuzugang erzielt zwei Tore. Von Patric Cordier

Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken hat den zweiten Sieg gegen eine Nachwuchsmannschaft eines Bundesligisten innerhalb von vier Tagen geschafft. Nach dem 1:0 gegen den SC Freiburg II vom Freitag gelang gegen die U21 des VfB Stuttgart gestern ein 3:0 (3:0). Mann des Abends war Marcel Carl, der vor 600 Zuschauern – darunter der Ex-Saarbrücker Patrick Schmidt – mit zwei Treffern erheblichen Anteil hatte. „Natürlich bin ich froh, dass ich getroffen habe“, sagte der Neuzugang bescheiden, „aber noch mehr freue ich mich für die Mannschaft.“


FCS-Trainer Dirk Lottner sucht noch immer nach seiner Stammformation. Mario Müller kehrte nach Denkpause in die Startelf zurück, auch Marco Holz durfte im 4-1-4-1-System von Beginn an ran. Oliver Oschkenat musste dafür auf die Bank, José Pierre Vunguidica fehlte ja wegen eines Muskelbündelrisses. Der letzte verbliebene Angreifer Carl erwischte dafür einen Traumstart. Kaum vier Minuten waren gespielt, als Markus Mendler von links gefühlvoll flankte. Carl köpfte nicht fest, aber fest genug, dass VfB-Torwart Florian Kastenmeier keine Abwehrchance hatte – das 1:0 für den FCS. 90 Sekunden später jubelte Carl schon wieder. Bei einem schlampigen Rückpass des Stuttgarters Benedict Dos Santos war der Ex-Walldorfer aufmerksam und schob vorbei an an Kastenmeier zum 2:0 (6.) ein.

Die Hausherren, deren Leistung nicht sonderlich ansprechend war, bauten oft über Kastenmeier auf, der dann 30 Meter vor seinem Tor mitspielte. Genau diese Situation nutzte Holz in der 29. Minute, als er aus 42 Metern über den Schlussmann hinweg auf 3:0 erhöhte. Im zweiten Durchgang hatte Tobias Jänicke nach einer Stunde die beste Gelegenheit, auf 4:0 für den FCS zu stellen. Alexandre Mendy hatte sich auf der rechten Seite zur Grundlinie durchgetankt, Jänickes Schuss wurde im letzten Moment noch zur Ecke abgewehrt. Und weil auch der eingewechselte Gillian Jurcher sechs Minuten vor dem Ende den Ball nicht mehr im Tor unterbrachte, blieb es beim gleichermaßen ungefährdeten wie verdienten 3:0-Auswärtserfolg für die Blau-Schwarzen. Nach dem Fehlstart gegen den FSV Frankfurt scheint der Titelkandidat langsam in die Spur zu kommen.