1. FC Saarbrücken empfängt am Allerheiligen TSG Hoffenheim II

1. FC Saarbrücken : Zur Not nimmt Batz auch ein 7:6

Der Torhüter trifft mit dem Regionalligisten 1. FC Saarbrücken an Allerheiligen zuhause auf die TSG Hoffenheim II.

Das 1:0 des TSV Steinbach bei Astoria Walldorf am vergangenen Freitag war das siebte Spiel in Folge der Hessen ohne Gegentor in der Fußball-Regionalliga Südwest in Folge. Davon kann Daniel Batz, der Torhüter des 1. FC Saarbrücken, in dieser Saison bislang nur träumen. Beim 1:1 des FCS in Ulm musste der gebürtige Erlanger bereits zum 18. Mal hinter sich greifen. Das ist einfach zu viel, auch für die eigenen Ansprüche.

„Wir verteidigen ja eigentlich nicht bodenlos schlecht. Aber wir haben immer wieder Phasen, wo wir einfach zu lässig sind. Und das wird im Moment einfach sofort bestraft“, sagt der 27-jährige Batz, „dann kommt ein Ball auf das Tor, und der ist so gut, dass er drin ist. Du sitzt dann hinterher mit den Mannschaftskollegen in der Kabine und kannst nur mit dem Kopf schütteln.“

In den ersten 15 Spielen hat der FCS, der vor der Saison als einer der Top-Favoriten auf den Titel angesehen wurde, zehn Punkte weniger geholt als der aktuelle Tabellenführer Waldhof Mannheim. „Natürlich ist das frustrierend, aber man kann im Fußball nicht alles erklären“, sagt Batz, „wir sollten uns auch vom Thema Mannheim lösen, nicht immer auf die Tabelle schauen, sondern einfach uns auf unsere Spiele konzentrieren. Wir haben noch immer den Anspruch, Erster zu werden.“ Batz hat sich Waldhof beim 2:0 gegen seinen Ex-Club SV Elversberg angeschaut: „Die Mannheimer spielen konsequent ihren Stiefel runter. Einfach, aber erfolgreich.“

Das war der FCS in den letzten Wochen eigentlich auch, verlor aber trotzdem an Boden. Und auch die gezeigten Leistungen sorgten nicht unbedingt für Begeisterungsstürme. „Wir werden sehr kritisch gesehen. Das gehört bei einem Verein wie dem 1. FC Saarbrücken dazu. Man darf sich auch nicht jede Kritik zu Herzen nehmen. Wenn man sie filtert, ist Kritik sehr hilfreich“, sagt Batz, der in Elversberg mit Ex-Bayern-Profi Michael Wiesinger und in Freiburg mit Kult-Trainer Christian Streich zusammengearbeitet hat: „Die Aura eines Trainers ist wichtig. Seine fachliche Qualifikation natürlich auch. Aber am wichtigsten ist für mich seine soziale Kompetenz. Wie er Menschen anspricht, wie er seine Ziele und Pläne vermittelt.“

Auch Daniel Batz hat noch Ziele, ist er doch im besten Fußballer-Alter. „Ohne arrogant wirken zu wollen: Ich traue mir die 2. Liga zu, und es wäre doch schlimm, wenn ich nicht den Anspruch an mich hätte, noch einmal höher spielen zu wollen. Am liebsten natürlich mit Saarbrücken“, sagt der Torwart, dessen Vertrag beim FCS im kommenden Sommer ausläuft: „Ich würde schon gerne im neuen Ludwigsparkstadion spielen. Ich schaue auch immer nach dem Baufortschritt. Aber ich habe im Sommer geheiratet und trage darum nicht nur für mich alleine Verantwortung. Ich muss sehen, wie es weitergeht. Vom Verein habe ich bislang nichts gehört.“

Dass er seit der Hochzeit auf dem Platz lauter geworden sei, vielleicht weil er zuhause weniger zu sagen hätte, lässt Batz laut auflachen. „Der Franke gilt ja als Brummbär“, sagt er schmunzelnd, „ich versuche immer, der Mannschaft zu helfen, das ist von meiner Position aus aber nicht immer so einfach. Da muss man halt manchmal lauter werden.“

An diesem Donnerstag um 14 Uhr trifft Batz mit dem FCS auf die TSG Hoffenheim II. Drei Punkte sind am Feiertag Allerheiligen Pflicht. „Ein Spiel, das wir in Völklingen gewinnen müssen. Da brauchen wir nicht drumherum zu reden“, sagt der Torwart, „Hoffenheim ist eine spielerisch gute Mannschaft, der wir einfach den Schneid abkaufen müssen. Dann werden wir gewinnen.“ Ob zu null, ist Daniel Batz dabei egal: „Wenn wir ab jetzt jedes Spiel mit 7:6 gewinnen, dann würde ich das auch unterschreiben.“

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