1. FC Saarbrücken baut mit 2:0 über den VfR Aalen Tabellenführung aus

Kostenpflichtiger Inhalt: 2:0-Erfolg gegen VfR Aalen : Der FCS enteilt der Konkurrenz

Regionalligist 1. FC Saarbrücken hat nach dem 2:0 über den VfR Aalen schon fünf Punkte Vorsprung auf den Zweiten.

Der 1. FC Saarbrücken geht mit breiter Brust und einem auf fünf Punkte angewachsenen Polster in die kommenden schweren Spiele zum Ende der Hinserie in der Fußball-Regionalliga Südwest. Am Samstag konnte der FCS den VfR Aalen mit 2:0 (1:0) besiegen und den Tabellenzweiten TSV Steinbach (nur 2:2 bei der TSG Hoffenheim II) weiter distanzieren. „Es gibt kein anderes Thema, als dass der FCS aufsteigt. Selbst wenn sie mal ein oder zwei Spiele liegen lassen. Ich wäre sehr überrascht, wenn sie es nicht schaffen würden“, sagte Aalens Trainer Roland Seitz, „Saarbrücken ist in der Breite sehr stark besetzt. Das haben alle anderen so nicht.“

Darum konnte FCS-Trainer Dirk Lottner auch mit Christopher Schorch und Kianz Froeze zwei der besten Spieler vom 3:1-Erfolg beim SC Freiburg einfach auf die Bank setzen und die vielleicht noch stärker einzuschätzenden Steven Zellner und Fanol Perdedaj in die Startelf beordern. Der ersten Halbzeit seinen Stempel aufdrücken sollte aber ein anderer: Sebastian Jacob ging als Zehner hinter den Spitzen weite Wege, war an nahezu jeder gefährlichen Situation beteiligt. Nach 14 Minuten verpasste er noch selbst, zwei Minuten später schaltete er Gillian Jurcher ein, der an Torwart Daniel Bernhardt scheiterte. Der war auch Endstation nach einem Drehschuss von Fabian Eisele nach 21 Minuten.

Aalen versuchte, den FCS früh anzulaufen. Weil aber die letzte Abwehrreihe nicht konsequent nachrückte, entstanden Räume, die der FCS immer wieder zum Spielaufbau nutzen konnte. „Wir müssen uns da früher belohnen und nicht nur das erste, sondern auch schnell das zweite Tor machen“, sagte Jacob.

Beim ersten halfen die Gäste kräftig mit. Ein Foul der Marke „völlig unnötig“ von Dijon Ramaj an Perdedaj im Strafraum ahndete Schiedsrichter Patrick Glaser mit Elfmeter und Zellner mit dem 1:0 (23.). Dann schickte Jacob Eisele auf die Reise, die allerdings nach schönem Solo mit einem Schuss an den Außenpfosten (26.) endete. „Wir hatten starke 30 Minuten, nach denen wir höher führen müssen. Danach ist Aalen mutiger geworden“, sagte Lottner, „in der zweiten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel.“

Das lag vor allem auch am Ex-Elversberger Nico Dobros. Seinen Flatterball aus gut 25 Metern (62.) konnte FCS-Torwart Daniel Batz ebenso abwehren wie einen starken Freistoß (80.). Beim Kopfball an die Latte von Nico Lukas (66.) wäre Batz wohl ohne Chance gewesen. Doch da war die Partie eigentlich entschieden. Nach schönem Diagonalball von Boné Uaferro spielten Jurcher und Eisele schnell und direkt – Jurcher vollendete zum 2:0 (53.). 3000 FCS-Fans jubelten am Ende eines abwechslungsreichen Spiels, 250 mitgereiste Aalener Anhänger waren nur negativ durch den Einsatz von Pyrotechnik aufgefallen.

„Es war keine Glanzleistung“, ordnete Lottner den Erfolg ein, „aber wir haben die Partie mit einer soliden Leistung über die Runden gebracht.“ Dass Steven Zellner nach gut einer Stunde mit muskulären Problemen vom Feld musste, trübte die Freude ein wenig. Dennoch: Mit zuletzt vier Siegen in Folge scheint der FCS für den Vorrunden-Endspurt mit den Spielen in Bahlingen und danach gegen Kickers Offenbach, bei der SV Elversberg und gegen den FC Homburg bestens gerüstet.

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