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2. Fußball-Bundesliga
1. FC Nürnberg will das Spitzenduo jagen

Köln. Franken haben sich im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga mit drei Erstligaspielern verstärkt.

Nach 37 Tagen kehrt auch die 2. Fußball-Bundesliga aus ihrem Winterschlaf zurück. Mit Tabellenführer Fortuna Düsseldorf, dem starken Aufsteiger Holstein Kiel und den erstklassig besetzten Nürnbergern haben sich drei Teams an der Spitze abgesetzt. Doch die Liga ist ausgeglichen wie selten. Nach 18 Spieltagen liegen zwischen den Aufstiegshoffnungen des FC Ingolstadt (28) auf Platz vier und der Abstiegsangst der Heidenheimer (22) auf Rang 15 nur sechs Punkte.


Düsseldorf und Kiel starten ohne externen Neuzugang in das Jahr 2018. Trotz einer Schwächephase von sechs Spielen in Serie ohne Sieg gegen Ende 2017 rettete die Fortuna (34) mit Trainer-Routinier Friedhelm Funkel einen Zähler Vorsprung auf Kiel und Nürnberg in die Winterpause. Düsseldorf hat zum Auftakt morgen gegen Erzgebirge Aue eine machbare Aufgabe vor der Brust. Holstein Kiel empfängt dagegen heute Union Berlin zum Duell zweier Aufstiegsaspiranten. Nürnberg trifft zeitgleich auf den starken Aufsteiger Jahn Regensburg.

Kiels Trainer Markus Anfang predigt trotz der starken Saison Bescheidenheit und fordert von seinen Spielern, weiter „mit Überzeugung und Mut“ aufzutreten. Während Kiel mit allen Leistungsträgern der Hinrunde auch im neuen Jahr auf seinen enormen Teamgeist und die große Eingespieltheit setzt, drehte sich in Nürnberg das Transferkarussell. Mit dem Abgang von Stürmer Cedric Teuchert zu Schalke 04 hatte der Club einen schmerzhaften Verlust zu beklagen, verpflichtete aber auch drei vielversprechende Spieler. Leipzigs Federico Palacios kam für die Offensive. Außerdem wurden Linksaußen Marvin Stefaniak vom VfL Wolfsburg und Linksverteidiger Ulisses Garcia von Werder Bremen ausgeliehen.



Hinter dem Spitzentrio macht sich vor allem der viertplatzierte Absteiger FC Ingolstadt noch Hoffnungen. Trainer Stefan Leitl rief vor dem Start gegen den SV Sandhausen selbstbewusst den direkten Aufstieg als Ziel aus: „Wir sind der Jäger, und ich glaube, dass uns diese Rolle ganz gut steht. Unser Ziel ist, unsere Chance zu nutzen und zwei Plätze zu klettern“, sagte Leitl. Helfen soll dabei der zuletzt vereinslose frühere Herthaner Patrick Ebert (30).

Eine ähnlich prominente Mannschaft hat Darmstadt 98, trotzdem warten die Hessen seit zwölf Spielen auf einen Sieg und sind vom zweiten Platz bis auf Rang 16 abgestürzt. Nach der Entlassung von Torsten Frings kehrte Aufstiegstrainer Dirk Schuster vor dem letzten Spieltag 2017 zurück. Zum Auftakt treffen die Lilien morgen im Kellerduell auf Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern (18.30 Uhr/Sky).

Auf dem Transfermarkt hat sich bislang noch nicht viel getan. Bislang verpflichteten die Clubs gerade mal 22 Spieler, von denen die meisten ausgeliehen wurden. Bis zum Ende des Transferfensters am 31. Januar können noch Spieler verpflichtet werden. Mit vier Neuzugängen liegt Darmstadt 98 an der Spitze der Einkäufer. Allerdings verließen drei Spieler den Verein, darunter Hamit Altintop aus persönlichen Gründen.