1. FC Nürnberg ist auf dem Weg zu einem historischen Rekord

Nürnberg · Der 1. FC Nürnberg startet gegen den FSV Mainz 05 seinen 15. Versuch auf den ersten Sieg. Klappt es wieder nicht, hätte das Team von Trainer Gertjan Verbeek einen historischen Negativrekord in der Fußball-Bundesliga aufgestellt.

Solch einen Rekord will kein Bundesligist in seinen Geschichtsbüchern stehen sehen. Nach 14 Saisonspielen wartet der 1. FC Nürnberg noch immer auf den ersten Sieg. Klappt es auch heute (20.30 Uhr) gegen Mainz 05 nicht, hätten die Franken Einmaliges in der Ligahistorie geschafft: Mehr als 15 Partien benötigte noch nie ein Verein für den ersten Dreier. "Man braucht Erfolge, um Selbstvertrauen zu bekommen. Aber wir haben bisher wenig Erfolg gehabt", sagt Trainer Gertjan Verbeek.

Seit sechs Wochen werkelt der kantige Niederländer an der sportlichen Wende, die einfach nicht gelingen will. "Ein Nachteil in unserer Situation ist, dass wir Zeit brauchen", sagt er. Die hat der 51-Jährige derzeit aber nicht. Bei den Chefs um Sportvorstand Martin Bader ist sowieso längst die Winterpause in den Fokus gerückt, in der mit einigen Zugängen und dem von Verbeeks Vorgänger Michael Wiesinger aussortierten Hanno Balitsch ein Neustart anvisiert wird. Vorher stehen mit den Heimspielen gegen Mainz und Schalke sowie dem Auswärtsauftritt in Hannover aber noch drei Partien an.

Mit nur 13 Treffern haben die Nürnberger direkt nach dem Aufsteiger Braunschweig (8) die schwächste Offensive in der ganzen Eliteklasse. Umso häufiger trafen die Franken dafür schon ans Aluminium. "Ich habe gefragt, ob es auch Tore ohne Latte und Pfosten gibt. Aber die sind nicht da", scherzt Verbeek.

Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt drei Punkte, die auf Platz 14 platzierten Hoffenheimer sind um sechs Zähler davon gezogen. 1860 München (1977/1978) und der MSV Duisburg (1994/1995), die ebenfalls zum Start 14 Spiele sieglos geblieben waren, schafften im 15. Anlauf immerhin die Wende. Trotzdem ein schlechtes Omen: Am Ende stiegen beide Clubs ab.