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1. FC Kaiserslautern mit ernüchternder Halbzeitbilanz in 3. Liga

3. Fußball-Liga : FCK steht finanziell mit dem Rücken zur Wand

Der Drittligist hat ein Loch von zwölf Millionen Euro.

Für den krisengebeutelten 1. FC Kaiserslautern gerät die Finanzierung der kommenden Saison zur Mammutaufgabe. Durch fehlende liquide Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro sowie der Rückzahlung der Fan-Anleihe mit einem Volumen von 6,7 Millionen Euro fehlen dem Fußball-Drittligisten rund zwölf Millionen. Der direkte Wiederaufstieg würde die Situation zwar entspannen, doch ist dieser nicht realistisch.

„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Beim Verbleib in der 3. Liga müssen weitere drastische Sparmaßnahmen getroffen werden“, kündigte der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag an. Das Zweitliga-Abstiegsjahr 2017/2018 schloss der Traditionsverein bei einem Umsatz von 36,11 Millionen Euro mit einem Fehlbetrag von 931 000 Euro ab. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Pfälzer bei einem Umsatzrückgang von 60 Prozent mit einem Verlust von mehr als fünf Millionen Euro.

Die Stimmung am Betzenberg ist im Keller, da hilft auch der 1:0-Erfolg am Samstag beim SV Meppen wenig. Immerhin war es dank des Treffers von Hendrick Zuck der erste Sieg unter dem neuen Trainer Sascha Hildmann. „Die Jungs sollen das aufsaugen. Wir haben jetzt zwei Mal zu null gespielt. Die Mannschaft hat sich belohnt heute“, sagte Hildmann. Das Erfolgserlebnis wurde auch dringend benötigt: Der FCK war zuvor drei Spiele ohne eigenen Treffer geblieben, wartete zudem seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Auch das sportliche Fazit zur Saisonhälfte fällt auf dem Betzenberg trotz des Sieges ernüchternd aus. 25 Punkte aus 19 Spielen sind für den vor der Saison von vielen als Aufstiegsfavorit Nummer eins auserkorenen Traditionsverein viel zu wenig. Der Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze beträgt 13 Zähler. Zumindest konnte durch den Erfolg der Abstand zur Abstiegszone auf sechs Punkte erhöht werden.