Australierin Ashleigh Barty gewinnt WTA-Finale und vier Millionen Euro

WTA-Finale im Tennis : Titel und Rekord-Jackpot für Barty

Australische Nummer eins der Tenniswelt kassiert für Erfolg beim WTA-Finale fast vier Millionen Euro.

Die Tennis-Weltranglistenerste Ashleigh Barty hat ihre bislang erfolgreichste Saison beim WTA-Finale im chinesischen Shenzhen mit dem vierten Turniersieg und einem Rekord-Jackpot gekrönt. Die Australierin entthronte Titelverteidigerin Jelena Switolina (Ukraine), Barty setzte sich im Endspiel mit 6:4, 6:3 durch. Für den Erfolg kassierte sie 4,42 Millionen US-Dollar (3,96 Millionen Euro) – mehr Preisgeld als alle Tennisprofis bei einem einzelnen Turnier zuvor.

„Das ist das unglaublichste Jahr für mich“, sagte French-Open-Siegerin Barty, die als zweite Australierin nach Evonne Goolagong (1974, 1976) das Turnier der acht saisonbesten Spielerinnen gewann. Switolina darf sich mit 2,095 Millionen Dollar trösten. Bei der Premiere des Elite-Turniers in Shenzhen wurden insgesamt 14 Millionen Dollar ausgeschüttet – doppelt so viel Preisgeld wie im vergangenen Jahr in Singapur. Die bisherige Bestmarke lag bei 3,85 Millionen Dollar für die Sieger der Einzelkonkurrenzen bei den US Open in New York. In Shenzhen räumten auch die Doppelspieler ab: Für den Halbfinaleinzug darf sich Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) mit ihrer Partnerin Demi Schuurs (Niederlande) 265 000 Dollar teilen.

Doch kein Vergleich zu Barty, die ihre Saisoneinnahmen auf 11,3 Millionen Dollar steigerte – so viel hatten frühere Grand-Slam-Siegerinnen wie Jana Novotna, Conchita Martinez und Marion Bartoli in ihrer gesamten Laufbahn verdient. Steffi Graf bekam in ihrer einzigartigen Karriere mit 22 Majortiteln „nur“ 21,895 Millionen Dollar Preisgeld. Die Motivation für das Endspiel zog Barty allerdings weniger aus der Aussicht auf den gigantischen Scheck. So schön es für den Fortschritt der Frauentour sei, „ich persönlich und ich glaube auch alle anderen Spielerinnen denken da nicht dran“, sagte die French-Open-Siegerin. Die bisherigen fünf Niederlagen in fünf Duellen mit Switolina waren für Barty Ansporn genug – nach nur 1:27 Stunden holte sie die „Billie Jean King Trophy“.

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