Radsport: BDR Präsident Scharping kritisiert Bürokratie bei Radrennen

Bürokratische Probleme bei Straßenrennen : Präsident Scharping sieht Radfahrerbund gut aufgestellt

 Präsident Rudolf Scharping (71) vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) sieht den deutschen Nachwuchs für die kommenden Jahre in einer guten Position. "Wir haben kein richtiges Nachwuchsproblem für die nächsten fünf, sechs Jahre, weder auf der Straße noch im Mountainbike", sagte Scharping bei einem Medientermin in Frankfurt.

Zwar gebe es "Schwächen im BMX", jedoch fühle sich der Verband in den Bereichen, die den "Kern der Wahrnehmung" darstellen, "richtig gut aufgestellt".

Zudem teilte Scharping mit, dass nach den Querelen um die Austragung in diesem Jahr die deutschen Meisterschaften 2020 in Stuttgart bereits gesichert sind. Für die Titelkämpfe 2019 war erst kurzfristig der Sachsenring eingesprungen, nachdem sich lange Zeit kein Ausrichter gefunden hatte.

Gravierend sei die Situation hingegen bei der Austragung lokaler Rennen, die laut Scharping "drohen kaputtzugehen an der Genehmigungsbürokratie und an den hohen Kosten". Demnach sei dem BDR in den vergangenen Jahren "rund die Hälfte der Rennen weggestorben", mahnte der einstige Kanzlerkandidat der SPD. Die Auflagen für ehrenamtliche Vereine seien schlicht zu hoch. Daher habe der BDR mit der Deutschen Triathlon Union und dem Deutschen Leichtathletik-Verband eine Initiative gestartet. Hier sei auch die Sportpolitik gefragt."

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