Titelkämpfe in Luhmühlen: Vielseitigkeits-EM: Titel-Duell zwischen Jung und Klimke

Titelkämpfe in Luhmühlen : Vielseitigkeits-EM: Titel-Duell zwischen Jung und Klimke

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter dominieren die Europameisterschaften im eigenen Land und können auf zwei Titel hoffen.

Auch nach dem Geländeritt am Samstag behielten der dreimalige Olympiasieger Michael Jung auf Chipmunk und Titelverteidigerin Ingrid Klimke auf Hale Bob die Plätze eins und zwei aus der Dressur. Dank des deutschen Vorzeige-Duos lag die Gastgeber-Equipe in der Lüneburger Heide zudem in der Mannschafts-Wertung deutlich vorn.

„Wir sind noch dicht zusammen. Das wird ein spannendes Springen“, sagte Ingrid Klimke mit Blick auf die Entscheidung am Sonntag (11.00 Uhr) zwischen ihr und Jung. Das Titelduell ist eine Neuauflage des Zweikampfs von der EM vor zwei Jahren im polnischen Strzegom. Damals siegte Klimke vor dem dreimaligen Europameister Jung.

Beiden Reiter gelangen am Samstag in dem Heideort Luhmühlen fehlerlose Vorstellungen. Jung bewies auf der etwa 5800 Meter langen Strecke mit ihren 40 Hindernissen seine Klasse mit seinem elf Jahre alten Wallach, den er erst seit Anfang des Jahres reitet. Selbst ein kleiner Zwischenfall, als ihm ein Streckenposten unmittelbar vor einem Sprung in den Weg lief, brachte den 37-Jährigen aus Horb kaum aus dem Rhythmus. „Das hat mich kurze Zeit voll aus dem Konzept gebracht“, sagte Jung. „Da geht der Dank an Chipmunk. Das ist ein Superpferd. Er hat super mitgekämpft.“

Jung verteidigte mit 20,9 Strafpunkten seinen knappen Vorsprung vor Klimke, die vor dem Springen mit 22,2 Strafpunkten - weniger als einen Abwurf (4 Strafpunkte) - dahinter lag. Auch die 51-Jährige aus Münster war nach dem makellosen Ritt zufrieden. „Es hat irre Spaß gemacht“, meinte sie. In das deutsche Duell kann auch noch der Dritte Thibault Vallette aus Frankreich mit Qing du Briot (25,8) eingreifen.

Im Springen am Sonntag sind die Chancen der Gastgeber auf den Titel noch größer. Vor Jung und Klimke waren ihre Teamkollegen Andreas Dibowski aus Döhle mit Corrida und Kai Rüder von der Insel Fehmarn mit Colani Sunrise gestartet. Sie kassierten wegen Zeitüberschreitungen allerdings Strafpunkte. Dennoch lag das Quartett mit 78,50 Strafpunkten deutlich vor Titelverteidiger und Weltmeister Großbritannien (92,80) und Frankreich (93,60).

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