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Mit einem Podestplatz in Oslo endet durchwachsene Saison

Nordische Kombination : Kombinierer haben Sprung verpasst

Der Norweger Jarl Magnus Riiber hat die einstigen „Dominierer“ klar abgehängt.

Mit einem zweiten Platz von Fabian Rießle im Gepäck und einem ganzen Rucksack voller Hausaufgaben brachen die deutschen Kombinierer aus dem trüben Oslo auf und ließen eine durchwachsene Saison hinter sich. Ganz so trist wie das Finale eines verkürzten Winters am wegen der Coronakrise menschenleeren Holmenkollen fällt die Bilanz zwar nicht aus. Ein Jahr vor der Heim-WM in Oberstdorf sind die deutschen Asse jedoch alarmierend weit hinter den Erzrivalen Norwegen zurückgefallen.

„Wir wussten, dass es eine schwierige Saison wird. Wir haben zwar gekämpft und im Springen ein, zwei Schritte nach vorne gemacht, aber der Abstand ist immer noch groß“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch: „Norwegen und speziell der Riiber sind uns enteilt.“

Jener Jarl Magnus Riiber feierte in Oslo seinen 14. Sieg im 17. Einzelrennen des Winters, auch in den Mannschafts-Wettbewerben führte der 22-Jährige Norwegen zum Sieg. „Am Laufen liegt es sicher nicht“, sagte Rießle: „Wir müssen einfach schauen, dass wir auf der Schanze vorwärts kommen.“ Damit fangen die einstigen „Dominierer“ nun schnell an: Weil das Weltcup-Finale am kommenden Wochenende in Schonach mangels Schnee frühzeitig und ersatzlos gestrichen wurde, schieben sie vor dem Urlaub noch einen Trainingsblock ein.

Vor allem die beiden erfolgreichsten deutschen Kombinierer erlebten eine schwarze Saison. Rekordweltmeister Eric Frenzel blieb erstmals seit 2008/2009, Doppel-Olympiasieger Johannes Rydzek erstmals seit 2009/2010 ohne Podestplatz.