Zehnkampf Ratingen WM London Freimuth

Leichtathletik : Zehnkämpfer Freimuth brennt ein Feuerwerk ab

Hallenser siegt in Ratingen mit Weltjahresbestleistung.

() Rico Freimuth stark wie nie, Carolin Schäfer in der Form ihres Lebens: Die deutschen Top-Mehrkämpfer haben bei der WM-Qualifikation in Ratingen ein Feuerwerk abgebrannt. Freimuth siegte in seinem besten Karriere-Wettkampf mit der Jahresweltbestleistung von 8663 Punkten, Siebenkämpferin Schäfer erzielte mit 6667 Punkten das drittbeste Ergebnis der Ratingen-Geschichte.

Freimuth lag bei seinem zweiten Ratingen-Sieg nach 2014 deutlich vor Kurt Felix aus Grenada (8509) und dem Olympiavierten Kai Kazmirek (8478). Nach einem weitgehend verkorksten olympischen Jahr 2016 ohne beendeten Zehnkampf meldete sich der Hallenser damit eindrucksvoll zurück. Freimuths Bestleistung lag seit der WM 2015 in Peking bei 8561 Punkten – sie reichte damals zu Bronze. Bei den kommenden Titelkämpfen in London könnte es für Freimuth ein Stück weiter nach oben gehen.

Hinter Freimuth, der nach seinen 8365 Punkten Ende Mai in Götzis/Österreich das WM-Ticket schon in der Tasche hatte, sicherte sich Kazmirek die London-Fahrkarte. Er verdrängte in der internen Rangliste auch Luca Wieland vom LAZ Saar 05. Für Dauer-Pechvogel Arthur Abele platzte hingegen der Traum von der zweiten WM-Teilnahme nach 2007. Der Ulmer musste nach vier Disziplinen wegen Achillessehnen-Problemen aufgeben. Da Abele damit keine Chance mehr hat, fährt Matthias Brugger als dritter deutscher Athlet nach London. Brugger hatte Ende Mai in Götzis mit 8294 Punkten die Norm (8100) übertroffen.

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