Licht und Schatten bei deutschen Leichtathleten in der Diamond League

Leichtathletik : Hofmann stark, Holzdeppe schwach

Licht und Schatten bei den deutschen Leichtathleten in der Diamond League.

Andreas Hofmann hat in Monaco die Siegesserie der deutschen Speerwerfer in der Diamond League fortgesetzt, für Ex-Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken gab es hingegen eine empfindliche Pleite. Während Holzdeppe im Fürstentum einen klassischen „Salto nullo“ hinlegte, gelang Hofmann die Revanche für die Niederlage gegen Olympiasieger Thomas Röhler in Luzern drei Tage zuvor.

„Mit meiner Leistung bin ich ziemlich zufrieden. In den vergangenen Wochen hatte ich technische Probleme, aber heute lief es besser“, sagte Vize-Europameister Hofmann (Mannheim), der sich mit guten 87,84 Meter durchsetzte und ankündigte: „Beim nächsten Mal werden es drei Meter mehr.“ Röhler, der Hofmann beim nicht zur Diamond League gehörenden Meeting in Luzern am Dienstag zum einzigen Mal in nun sechs Saisonduellen bezwungen hatte, landete in Monaco mit 86,04 Meter auf Rang drei. Zweiter wurde der Este Magnus Kirt (87,47).

Holzdeppe, Weltmeister von 2013, scheiterte dreimal an seiner Einstiegshöhe von 5,62 Meter und sucht rund zweieinhalb Monate vor der WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) noch seine Form. Gewinner eines hochklassigen Wettkampfes war Vizeweltmeister Piotr Lisek aus Polen mit der Jahresweltbestleistung von 6,02 Metern.

Bei den Frauen fiel in Monaco sogar ein Weltrekord. Die 26 Jahre alte Niederländerin Sifan Hassan, eine gebürtige Äthiopierin, lief über die klassische Meile in 4:12,33 Minuten und blieb 26 Hundertstel unter der 23 Jahre alten Marke der russischen Atlanta-Olympiasiegerin Swetlana Masterkowa (4:12,56). Damit sind nun alle aktuellen Lauf-Weltrekorde der Frauen zwischen 1500 Meter und Marathon seit der Jahrtausendwende erzielt worden. Die Bestmarken auf den Strecken von 100 bis 800 Meter datieren hingegen allesamt aus den 1980er-Jahren. Für die wertvollste Männer-Laufleistung sorgte Nijel Amos (Botswana). Der Olympiazweite von London rannte über 800 Meter in 1:41,89 Sekunden als erster Athlet seit sieben Jahren unter die 1:42-Marke. Für eine weitere Jahresweltbestleistung sorgte Sydney McLaughlin (USA) in 53,32 Sekunden über 400 Meter Hürden.

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