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DM in Braunschweig: Laura Müller holt Silber, Fabio Hessling Bronze

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften : Zwei Medaillen gehen ins Saarland

Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig: Laura Müller holt Silber, Fabio Hessling Bronze. Mihambo, Vetter und Hussong feiern Siege.

Die Geister-Meisterschaften in der deutschen Leichtathletik am Samstag und Sonntag in Braunschweig waren ein Hoffnungsschimmer in Corona-Zeiten, ein Saison-Höhepunkt in einem Jahr ohne internationale Titelkämpfe. Aus sportlicher Sicht blieb die ganz große Show und Spannung allerdings aus. Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo gewann in ihrem ersten Wettkampf in diesem Jahr natürlich Gold. Mangels ernsthafter Konkurrenz. Die Weite war fern der 7,30 Meter, mit denen sie 2019 in Katar WM-Gold holte. Immerhin 6,71 Meter.

Einen standesgemäßen Sieg feierte auch Speerwerfer Johannes Vetter aus Offenburg, einst beim SV Saar 05 Saarbrücken. Der Weltmeister von 2017 setzte sich mit sehr guten 87,36 Metern und großem Vorsprung von mehr als zehn Metern durch.

Die beste saarländische Leichtathletin, Sprinterin Laura Müller vom LC Rehlingen, ließ den Start über 100 Meter aus und konzentrierte sich auf die 200 Meter. Richtung Medaille wollte die 24-Jährige – und das klappte vorzüglich. Am Ende stand für sie Rang zwei in Saisonbestzeit von 23,14 Sekunden. Knapp hinter Jessica-Bianca Wessolly (23,07), dafür vor der zeitgleichen 100-Meter-Meisterin Lisa Marie Kwayie (23,14) und Favoritin Rebekka Haase (23,28).

Hammerwerfer Fabio Hessling gewann mit persönlicher Bestleistung von 67,05 Metern DM-Bronze. Foto: Lutwin Jungmann

Eine weitere Medaille ins Saarland holte Fabio Hessling vom LAC Saarlouis im Hammerwurf, nämlich Bronze. Mit der persönlichen Bestleistung von 67,05 Metern musste sich Hessling nur Tristan Schwandke (70,85) und Merlin Hummel (69,53) geschlagen geben. Routinier Andreas Sahner vom LC Rehlingen belegte mit 61,69 Metern Platz sechs. Vereins- und Disziplin-Kollegin Sophie Gimmler verpasste den Sprung aufs Podium um 79 Zentimeter. Die Saisonbestmarke von 62,20 Metern reichte nur zu Platz vier hinter Carolin Paesler (70,99), Samantha Borutta (66,20) und Michelle Döpke (62,99).

Auch Valentin Moll vom LC Rehlingen hatte das Podium in Sichtweite – aber nicht unter den Füßen. Der Kugelstoßer blieb mit 18,82 Metern fast einen halben Meter unter seiner Saisonbestmarke. Hätte er diese geschafft, hätte es für eine Medaille gereicht. So stand am Ende Platz fünf. Klarer Sieger wurde David Storl in international kaum konkurrenzfähigen 20,17 Metern. Für Storl war es der neunte nationale Titel.

Bei den Athleten des LAZ Zweibrücken gab es Licht und Schatten. Für Licht sorgte eindeutig Speerwerferin Christin Hussong. Die Europameisterin kam auf ansprechende 63,93 Meter und gewann ihren dritten Titel in Serie. Es gab aber keine übliche Siegerehrung mit viel Applaus: Alle Medaillengewinner mussten ihre Plaketten im Wettkampfbüro abholen. Diesen Weg durfte auch Raphael Holzdeppe nehmen. Mit 5,50 Metern holte der Weltmeister von 2013 und Vize-Weltmeister von 2015 Bronze, blieb aber einmal mehr weit unter den Höhen früherer Tage. Der WM-Vierte Bo Kanda Lita Baehre gewann souverän seinen dritten Titel mit einer der wenigen starken Leistungen in Braunschweig. Der 21-Jährige verbesserte seine persönliche Bestleistung auf 5,75 Meter.