Formel-1-Training in Monaco steht im Zeichen von Ikone Lauda

Formel 1 : Training in Monaco steht im Zeichen von Ikone Lauda

Graue Wolken am Donnerstagvormittag über dem Fürstentum. „Und eine schwarze Wolke hängt über dem Mercedes-Team“, sagte Motorsportchef Toto Wolff. Tief bewegt sprach der Rennleiter am Donnerstag über den Tod von Niki Lauda und rang sichtlich nach Worten.

„Ich habe von seinem Tod von seiner Frau Birgit per Textnachricht in Paris erfahren. Es waren schreckliche 48 Stunden. Ich fühle mich wie ein Zombie, habe jede halbe Stunde Tränen in den Augen“, sagte Wolff. Lauda sei der „Inbegriff, Schutzschild und Dampfmacher“ des Mercedes-Rennstalls gewesen, mit ihm habe die Formel 1 „ihre größte Ikone“ verloren.

Dass Lauda als Team-Aufsichtsrat und „Mercedes-Außenminister“ Lewis Hamilton ins Team geholt habe, bezeichnete Wolff als „Meilenstein und sein Verdienst“. Bei all der Trauer sei es jetzt keine leichte Situation, zum Rennfahren überzugehen und die Emotionen im Griff zu haben, gestand Woff. Letztmals habe er nach dem Grand Prix in Baku mit Niki telefoniert. Als Botschaft habe Lauda ihm mit auf den Weg gegeben: „Weiter so. Besser geht’s nicht.“

Formel_Monaco. Foto: SZ/Steffen, Michael

Diese Botschaft setzten die Mercedes-Piloten zum Auftakt des Monaco-Grand Prix prompt um. Hamilton fuhr am ersten Trainingstag die Tagesbestzeit (1:11,118 Minuten) vor Valtteri Bottas (1:11,199). Sebastian Vettel wurde im Ferrari Dritter (1:11.881), Teamkollege und Monegasse Charles Leclerc Zehnter (1:12.350).

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