Ferrari hat kaum Hoffnung auf eine Wende in Kanada

Formel 1 : Kaum Hoffnung auf eine Wende

Ferrari-Star Sebastian Vettel gilt auch beim Rennen in Kanada nur als Außenseiter.

Sebastian Vettel hat seine Fans leiden lassen, natürlich nicht aus bösem Vorsatz, doch dafür in unschöner Regelmäßigkeit. Keine Pole Position, kein Sieg, die Titelchancen viel zu früh auf ein Minimum reduziert – die fünfte Saison im Ferrari-Cockpit ist für den viermaligen Formel-1-Weltmeister und seine Anhänger bislang geprägt von Enttäuschungen und Rückschlägen.

Vor dem Großen Preis von Kanada an diesem Sonntag (20.10 Uhr/RTL und Sky) deutet wenig darauf hin, dass Vettel die Trendwende gelingt. Selbst Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat wenig Hoffnung: „Wir wissen, dass wir momentan nicht konkurrenzfähig genug sind. In absehbarer Zeit haben wir keine Möglichkeiten für Änderungen am Auto, die entscheidenden Einfluss auf unsere Probleme nehmen könnten.“

Großer Preis von Kanada. Foto: SZ/Steffen, Michael

Binotto und die Roten müssen mehrere Fehlerquellen beheben. Die ständigen Patzer der Renn-Strategen (etwa bei Boxenstopps) sind dabei wohl einfacher zu beheben als die technischen Defizite am SF90. Das vermeintliche Wunderauto lahmt in langsamen Kurven. Immerhin: Auf dem Circuit Gilles Villeneuve mit seinen langen Geraden dürfte dies weniger ins Gewicht fallen. Die Schwierigkeiten, die Reifen beim aktuellen Auto konstant auf die richtige Temperatur zu bringen, bereiten dagegen weiter Kopfzerbrechen.

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