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SC Halberg-Brebach geht mit starker Offensive in die kommende Saison.

Saisonrückblick : „Das Team muss sich nicht verstecken“

Der SC Halberg-Brebach setzt auf stärkere Offensive. Trainer Schug erwartet eine deutliche Leistungssteigerung.

Der Fußball-Saarlandligist SC Halberg-Brebach um Spielertrainer Marcel Schug hat sich in der vergangenen Saison vor allem durch solide Defensivarbeit ausgezeichnet. Der Tabellen-Achte kam lediglich auf 46 Gegentore. Doch auch die Offensive soll stärker werden. Bereits zur Winterpause wurde der Angreifer Merouane Taghzoute verpflichtet. Das tat dem Spiel der Brebacher Elf gut. Die Mannschaft setzte häufiger offensive Impulse und arbeitete sich zwischenzeitlich auf den siebten Tabellenplatz vor.

„Wir waren schon sehr defensiv aufgestellt“, sagt Trainer Marcel Schug. „Ich möchte das in der neuen Saison ausgeglichener gestalten. Jetzt sind wir offensiv etwas besser besetzt. Das Ziel ist, durch spielerische Mittel mehr Ruhe auf dem Platz auszustrahlen und mehr Impulse nach vorne zu setzen.“ Zu Taghzoute, der in der nächsten Saison bei Halberg-Brebach bleiben wird, stoßen drei weitere Angreifer, die das Spiel nach vorne mit unterstützen sollen. Darunter ist Mirko Becker vom SV Walpershofen, den Schug einen „Offensivallrounder“ nennt.

Dennoch ist der Trainer mit dem Kader nicht voll zufrieden. „Wir hatten in der letzten Saison mit Ausfällen zu kämpfen, deshalb ist auch die Hinrunde nicht allzu gut für uns verlaufen“, sagt Schug. „Deshalb hätte ich schon ganz gerne noch zwei weitere Spieler. Einen für das zentrale Mittelfeld und einen für die Außenbahn. Es kann schließlich immer was passieren.“

Schug selbst, der in Brebach ebenfalls als Angreifer agiert, musste gegen Ende der letzten Spielzeit verletzungsbedingt pausieren. „Man kann das intern schon kompensieren, indem man die Mannschaft umstellt“, sagt der Trainer. „Ein Spieler mehr schadet aber nie.“ Für das nächste Jahr plant Schug auch selbst noch zu spielen. „Ein Jahr als Spielertrainer geht noch“, sagt Schug. „Ich bin aber der Erste, der sich auf die Bank setzt, wenn die Mannschaft im Training eine gute Leistung bringt. Ich will niemandem den Platz im Kader wegnehmen.“

Als Ziel für die nächste Saison gibt Schug „ein besseres Ergebnis als dieses Jahr“ aus. Das Team brauche sich vor niemandem zu verstecken. „Wenn wir nur unsere Leistung abrufen, können wir auch gegen jeden gewinnen“, so der Trainer. Die Niederlage im Testspiel gegen den Ligakonkurrenten SV Hasborn will der Trainer nicht als Leistungsnachweis gelten lassen: „Wir haben viel ausprobiert. Deshalb hat das noch keine Aussagekraft. Die Vorbereitung hat bei uns ja erst vergangenen Freitag begonnen.“

Im Hinblick auf die Konkurrenz erwartet der Trainer ein weiteres „Zusammenrücken“ der Liga. „Friedrichsthal, Auersmacher und die Borussia Neunkirchen werden wohl ganz oben mitspielen“, prognostiziert Schug. „Bei Neunkirchen bleibt jedoch abzuwarten, wie die junge Mannschaft mit dem Erwartungsdruck schnell wieder aufsteigen zu müssen, umgehen wird. Daran sind schon viele gescheitert.“

Das eigene Abschneiden macht der Trainer vor allem vom Saison­­start abhängig. „Wenn wir einen guten Start erwischen, dann ist auch einiges möglich“, so Schug. „Allerdings stehen uns gleich zu Anfang ein paar harte Brocken bevor.“

Das erste Spiel der Saison 2017/2018 ist für den SC Halberg-Brebach eine Auswärtspartie gegen den VfB Dillingen am Sonntag, 30. Juli.