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Nach Querschnittslähmung
Vogel probiert sich im Bogenschießen

Die Karriere von Kristina Vogel ist jäh beendet. Nach einem schweren Unfall ist sie querschnittsgelähmt. Ihren sportlichen Ehrgeiz hat die Bahnrad-Olympiasiegerin aber nicht verloren.

„Ich möchte ins Leben zurück“, lautete Vogels Botschaft auf der ersten Pressekonferenz nach ihrem verhängnisvollen Trainingssturz. Sie habe ein „superschönes Leben“ gehabt, sagte Vogel. Leider sei der schwere Unfall nötig gewesen, um das alles zu realisieren. Sie resigniert aber nicht und ist weiter voller Tatendrang: „Rollstuhl heißt nicht, man kann nichts mehr machen.“


Zu einer möglichen zweiten Karriere als Paralympics-Sportlerin wollte sich Vogel im September 2018 nicht konkret äußern. Die zweimalige Olympiasiegerin und elfmalige Weltmeisterin deutete aber schon damals ihren Kampfgeist an: „Vielleicht hole ich meine zwölfte Goldmedaille woanders.“

Auf Twitter zeigt Vogel nun schon wieder den Ehrgeiz der Top-Athletin. Die 27-Jährige postete ein Video, das sie beim Bogenschießen zeigt. „Probiere verschiedene Dinge aus. Ich weiß, die Technik ist nicht perfekt, macht aber Spaß“, schrieb Vogel dazu. „Dazu fordert es meine Rumpfmuskulatur heraus.“



Auch die Hashtags #staystrongkristina und #wheelchairdontcare unterstreichen ihren Kampfgeist.

Vogel wird nach wie vor in einem Berliner Unfallkrankenhaus therapiert. Der Abschluss der Reha-Maßnahmen bis Dezember ist das nächste Ziel von Vogel. Das Twitter-Video zeigt aber auch, dass der sportliche Ehrgeiz geweckt ist.

(old)