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Motorrad-Pilot
Folger bestätigt Burn-out-Syndrom

Motorrad-Pilot Jonas Folger hat seinen Platz vor der abgelaufenen MotoGP-Saison 2018 wegen eines Erschöpfungssyndroms Anfang des Jahres geräumt. Er spricht erstmals offen über diese schwere Zeit und die Ursachen des Burn-outs.

"Im Endeffekt war es ein klassisches Burn-out. Ist halt passiert", sagte Folger speedweek.com.


Der fünfmalige Grand-Prix-Sieger hatte 2017 sein Debüt in der Königsklasse gegeben und früh beim Team Tech3-Yamaha verlängert. Später wurde bei Folger eine Transport- und Stoffwechselstörung, das so genannte Gilbert-Syndrom, diagnostiziert. Der Grund für seinen freiwilligen Rückzug war das aber nicht.

"Ich bin halt menschlich so gestrickt, wie ich bin. Ich habe manche Dinge einfach ignoriert oder mental über mich ergehen lassen. Das hat mich letztendlich irgendwann in die Knie gezwungen und niedergestreckt", so Folger: "Ich bin vielleicht nicht so stabil wie vielleicht 95 Prozent von den anderen Fahrern, was das betrifft. Deswegen ist das passiert."



Ein Grund seien "Termine und dazu die Selbsterwartung" gewesen. "Jeder Sportler ist anders gestrickt. Der eine kann sich nur auf sich selber fokussieren, dem ist alles andere scheißegal. Ich bin da ein bisschen anders."

Folger ist seit kurzem Testfahrer für Yamaha und war nach dem Saisonfinale in Valencia und über einem Jahr Pause erstmals wieder auf einer MotoGP-Maschine für die Japaner unterwegs. Ob mit seiner neuen Rolle auch Wildcard-Einsätze an Rennwochenenden einhergehen werden, ist noch unklar. Folger hat zumindest die ersten Schritte auf dem Weg zurück in den WM-Zirkus hinter sich gebracht.

(old)