| 23:09 Uhr

Harting mit Jahresbestweite
Nur Plätze neben dem Podium beim Diamond-League-Finale

Christoph Harting holte mit einem Wurf auf 64,66 Meter nur Rang fünf, aber immerhin Jahresbestweite. Foto: Hendrik Schmidt
Christoph Harting holte mit einem Wurf auf 64,66 Meter nur Rang fünf, aber immerhin Jahresbestweite. Foto: Hendrik Schmidt FOTO: Hendrik Schmidt
Brüssel. Die Jackpots knackten andere, für die deutschen Leichtathleten hat es beim Finale der Diamond League nur zu den Plätzen neben dem Podest gereicht. dpa

Einen Tag, nachdem Ex-Weltmeister David Storl beim Kugelstoß-Wettkampf auf dem Brüsseler Marktplatz die Top 3 knapp verfehlt hatte, mussten sich im König-Baudouin-Stadion bei Schummerbeleuchtung die Diskuswerfer Nadine Müller und Christoph Harting mit den Rängen vier und fünf begnügen.



Der Diskus-Olympiasieger von Rio konnte dabei im letzten Wettkampf des Jahres seine beste Weite erzielen. Der Berliner kam bei dem von einem Stromausfall stark beeinträchtigten Finale in Brüssel auf 64,55 Meter und verbesserte damit seine Saison-Bestmarke um 42 Zentimeter. „Es hat mich nicht gestört, ich war so im Tunnel“, meinte Harting zur Dämmerbeleuchtung, die nur durch ein Notstrom-Aggregat gewährleistet werden konnte. Ursache für den Stromausfall im gesamten Stadtviertel soll ein kleineres Feuer in einer Elektrizitätsanlage gewesen sein, sagte ein Meeting-Sprecher.

Die Saison-Bestweite reichte für den 26-jährigen Christoph Harting zum fünften Platz und dem ersten Erfolg des Jahres über seinen Bruder Robert, der sich mit 63,96 Metern und Platz acht begnügen musste. „Gar nichts“, meinte Christoph Harting auf die Frage, was ihm die erste Saison-Platzierung vor seinem Bruder bedeute. Den Sieg und die 50 000 Dollar Siegprämie sicherte sich Weltmeister Andrius Gudzius aus Litauen mit 68,16 Metern.

Glanzpunkte fehlten an dem Abend gänzlich, auch weil die empfindliche Kühle in Brüssel den geplanten Weltrekord über 3000 Meter Hindernis verhinderte. Der kenianische Olympiasieger Conseslus Kipruto verfehlte in mäßigen 8:04,73 Minuten sein Ziel überaus deutlich.

Für Nadine Müller gab es noch mal 6000 Dollar für den vierten Platz. Die Hallenserin kam mit dem Diskus auf 62,85 Meter. Den gut gefüllten Jackpot knackte Weltmeisterin und Olympiasiegerin Sandra Perkovic aus Kroatien überlegen mit 68,82 Metern. Wie bei der WM in London musste sich Dani Stevens aus Australien mit Platz zwei begnügen (65,85). Julia Harting aus Berlin verfehlte mit 59,82 Metern die 60-Meter-Marke und kam wie ihr Ehemann Robert nicht über den achten Platz hinaus.



Nicht viel besser schnitt Stabhochspringerin Lisa Ryzih ab, die nach übersprungenen 4,73 Meter nur auf Platz sieben landete. Auch Siebenkämpferin Claudia Salman-Rath gelang im Weitsprung keine Steigerung mehr. Sie wurde mit 6,21 Metern Achte.

Ergebnisse und Zeitplan

Kurzportäts der deutschen Leichtathleten

Nadine Müller schleudert den Diskus in Brüssel auf 62,85 Meter. Foto: Jasper Jacobs
Nadine Müller schleudert den Diskus in Brüssel auf 62,85 Meter. Foto: Jasper Jacobs FOTO: Jasper Jacobs
David Storl wuchtet die Kugel in Brüssel auf 21,47 Meter. Foto: Hendrik Schmidt
David Storl wuchtet die Kugel in Brüssel auf 21,47 Meter. Foto: Hendrik Schmidt FOTO: Hendrik Schmidt