Hertha Wiesbach verliert gegen Gonsenheim zu Hause mit 2:5

Fußball-Oberliga : Wiesbach wackelt hinten weiter gewaltig

Die Saison des FC Hertha Wiesbach in der Fußball-Oberliga bleibt eine Achterbahnfahrt: Nach dem 4:2-Erfolg bei Röchling Völklingen vor einer Woche verlor die Hertha am Samstag gegen Gonsenheim zu Hause mit 2:5 – weil die Defensive wieder mal nicht stabil war.

Große Enttäuschung beim FC Hertha Wiesbach. Am Samstag kassierten die Gelb-Schwarzen eine bittere 2:5-Pleite in der Fußball-Oberliga zu Hause gegen den SV Gonsenheim. Zwar war die Partie nicht so einseitig, wie es das Ergebnis vermuten lässt – die Gäste erhöhten erst in der Schlussphase auf 4:2 und auf 5:2 – dennoch war der Frust bei Hertha-Trainer Michael Petry nach dem Schlusspfiff groß. „So können wir nicht weitermachen“, erklärte der 43-Jährige stöhnend. „Wir bekommen in jedem Spiel viel zu einfache Gegentore. Deshalb stehen wir dort, wo wir in der Tabelle stehen, nicht zu Unrecht“, ergänzte der Übungsleiter. Durch die Pleite gegen Gonsenheim fiel die Hertha auf Rang zwölf zurück. Der Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz beträgt gerade einmal zwei Zähler.

Gegen Gonsenheim fing sich seine Mannschaft drei Treffer nach Freistoßhereingaben aus dem Halbfeld und zwei nach eigenen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung. „Bei uns stimmt da im Moment die Abstimmung nicht. Gerade Freistöße aus dem Halbfeld sind eigentlich leicht zu verteidigen“, monierte der Übungsleiter. „Diese Probleme werden wir jetzt knallhart analysieren müssen.“ Auch der Blick auf die nackten Zahlen bestätigt, dass die Hertha diese Saison bislang hinten gewaltig wackelt: Schon 23 Gegentreffer gab es in acht Partien. Das sind mehr, als in der Vorsaison in der gesamten Hinrunde (19). Nach acht Spieltagen hatte Wiesbach damals sogar nur zehn Gegentore hinnehmen müssen. Da tröstet es wenig, dass die Bilanz in der Offensive besser ausfällt. Aktuell haben die Gelb-Schwarzen schon 19 Mal getroffen. Zum selben Zeitpunkt der Spielzeit 18/19 hatten die Anhänger des Oberligisten erst zwölf Tore ihrer Mannschaft bejubeln können.

Besonders bitter für Wiesbach: In der vergangenen Spielzeit agierte die Hertha nach Führungen zumeist ruhig und abgeklärt. Auch dies gelang gegen Gonsenheim nicht. Dabei hätte der Start in die Partie vor 250 Zuschauern für die Petry-Elf besser nicht laufen können. Schon in der vierten Minute traf Marcel Jung nach einem weiten Pass von Giovanni Runco der genau im Lauf des Angreifers landete, zum 1:0. Doch nur vier Minuten danach glich der Aufsteiger aus. Ein Klärungsversuch einer Freistoß-Hereingabe von Wiesbachs Torwart Philip Luck ging schief. Dadurch kam das Leder zu Halil Ibrahim Yilmaz, der keine Mühe hatte, zum 1:1 einzuköpfen.

Danach kam bei Wiesbachs Offensivbemühungen oft der letzte Ball nicht an. Zielstrebiger agierten die Gäste: In der 33. Minute verlor die Hertha vorne die Kugel, der Neuling schaltete schnell um. Dann misslang den Gastgebern auch noch eine Abseitsfalle und Damir Bektasevic schoss zum 1:2-Pausenstand ein. Zwölf Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Ferhat Gündüz nach einem Freistoß auf 3:1 für den Mainzer Stadtteil-Club.

Exakt 20 Minuten vor Schluss wurde Jung im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfer verwandelte Yannick Bach zum 2:3. Wenig später vergab Sebastian Lück eine Riesen-Kopfballchance zum 3:3. In der 86. Minute sah Kilian Staoscik wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Aus dem folgenden Freistoß resultiere das 2:4 durch Dennis Merten. Khaled Abdul Kaya legte – wieder nach einem Wiesbacher Ballverlust – in der Nachspielzeit das 5:2 für Gonsenheim nach.

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