Zweiter Titel für THW Kiel auf Abschiedstour von Trainer Gislason

Handball : Zweiter Titel auf Gislasons großer Abschiedstour

Der THW Kiel gewinnt souverän den EHF-Pokal.

Im Moment des Triumphs richtete sich der Fokus auf Alfred Gislason. Kapitän Domagoj Duvnjak reichte den EHF-Pokal, den er und seine Handball-Kollegen des THW Kiel wenige Minuten zuvor durch ein 26:22 gegen die Füchse Berlin zum vierten Mal in ihrer Vereinsgeschichte gewonnen hatten, an seinen Trainer weiter. Der Isländer wuchtete die 18 Kilo schwere Trophäe in die Höhe und präsentierte sie dem jubelnden Publikum in der Kieler Arena. Für den Isländer, der am Ende der Saison seinen Dienst beim THW quittiert, war es der 20. Titel mit seinen Zebras – ein Rekord.

„Das war wirklich ein bewegender Moment“, sagte Gislason, der schon vor der Siegerehrung mit „Alfred, Alfred“-Rufen von den Fans gefeiert wurde. Er wollte sich nach dem Spiel verstecken, um den Bier- und Sektduschen durch seine Spieler zu entgehen, sagte er später. Es blieb bei dem Versuch. Klitschnass stand der 59-Jährige im Konfettiregen.

Nach dem Erfolg im DHB-Pokal Anfang April war der Sieg im zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb der zweite Titel für die Kieler in dieser Saison. Gerne würde Gislason auch die Meisterschaft noch zum Abschied mitnehmen. Es wäre die 21. für den THW, und es wäre der 21. Titel des Isländers in Kiel. Dafür aber muss der Nordrivale und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt, der mit zwei Punkten Abstand führt, in den verbleibenden drei Ligaspielen noch einmal verlieren.

„Ich würde mich sehr über ein weiteres Geschenk aus Flensburg freuen“, sagte Gislason. Nach dem 20:18-Derbysieg gegen die SG vor einer guten Woche hatte er schon eine Flasche Gin aus Flensburg als Abschiedsgeschenk bekommen. Eine weitere Niederlage des Rivalen und der Titel wären ihm noch lieber.

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