1. Sport
  2. Handball

Handball-Nationalspieler Jannik Kohlbacher ist mit Coronavirus infiziert

Handball-Nationalspieler : Corona-Patient Kohlbacher fühlt sich „vollständig gesund“

Der Kreisläufer ist mit dem Virus infiziert. Die Handball-Nationalspieler sind alarmiert, seine Kollegen bei den Rhein-Neckar Löwen alle in Quarantäne.

Jannik Kohlbacher schickte trotz seiner Infizierung mit dem Coronavirus gut gelaunte Grüße aus der häuslichen Quarantäne – viele seiner Nationalmannschafts-Kollegen sitzen ebenfalls in den eigenen vier Wänden fest. Neben dem ersten positiven Fall in der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) hat die Pandemie vor allem den Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen mit voller Wucht erfasst. Die Mannheimer teilten am Mittwoch mit, dass sich neben Kohlbacher und Rückraumspieler Mads Mensah weitere Akteure innerhalb der Mannschaft mit dem Sars-CoV-2 infiziert haben.

Kohlbacher bestätigte seinen Fall in den sozialen Netzwerken. „Wie bereits in den Medien zu sehen und zu lesen war, habe auch ich mich mit dem Coronavirus infiziert. Dies hat ein Nasen- und Rachenabstrich an der Klinik in Heidelberg ergeben“, schrieb der 24-Jährige auf Instagram. Dazu postete er ein Bild, auf dem er lachend neben seinem Teamkollegen Andy Schmid steht.

Bezüglich seines Gesundheitszustandes gab Kohlbacher umgehend Entwarnung. „Mir geht es super, ich bin topfit und fühle mich vollständig gesund.“ Dennoch rief er alle Fans zum vorsichtigen Umgang mit der Pandemie auf. „Wichtig ist, dass wir alle nicht leichtfertig mit dem Coronavirus und den Folgen umgehen“, appellierte der Kreisläufer: „Für die jüngere Generation mag es vielleicht harmlos sein, aber denkt bitte alle an Eure Mitmenschen der älteren Generation oder an diejenigen, die körperlich aufgrund eventueller Vorerkrankungen nicht so leicht damit umgehen können.“

Weil Kohlbacher in der Vorwoche beim Lehrgang der DHB-Auswahl in Aschersleben weilte, informierten alle Nationalspieler und Bundestrainer Alfred Gislason als direkte Kontaktpersonen am Mittwoch die jeweils zuständigen Gesundheitsämter. Die Kieler Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek und Steffen Weinhold begaben sich danach sofort in häusliche Quarantäne. „Alle drei sind bei guter Gesundheit“, teilte THW-Mannschaftsarzt Detlev Brandecker mit. Auch Juri Knorr von GWD Minden oder der Göppinger Marcel Schiller folgten diesem Beispiel.

Der DHB teilte mit, die betroffenen Nationalspieler hielten sich in ihren Heimatorten auf und an die von den Behörden angeordneten Sicherheitsmaßnahmen. Da es dabei regionale Unterschiede gebe, seien aber nicht alle Spieler von einer Quarantäne betroffen.

Das ist derzeit bei den Rhein-Neckar Löwen der Fall, wo sich mehrere Spieler infiziert haben. „Wir haben uns dazu entschieden, unsere komplette Mannschaft zu isolieren“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Aktuell leide kein Akteur an grippeähnlichen Symptomen, allen Spielern gehe es gut.

Unterdessen sucht die Handball-Bundesliga hinter den Kulissen weiter nach tragfähigen Lösungen für die Zeit nach dem Coronavirus. In einer Telefonkonferenz spielten die Manager am Mittwoch langfristige Szenarien durch. Ergebnisse gab verständlicherweise keine.