FC Ingolstadt sucht neuen Trainer, Oral geht, Wiesbaden versinkt im Jubel

Oral hört beim FCI auf : Ingolstadt sucht neuen Trainer, Wiesbaden versinkt im Jubel

Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt muss sich einen neuen Trainer suchen. Tomas Oral steht den Schanzern nicht mehr zur Verfügung. „Für mich ist das hier beendet. Der Verein braucht neue Leute“, sagte der 46-Jährige, nachdem er mit seinem Team in der Relegation am Drittliga-Dritten SV Wehen Wiesbaden (2:1 und 2:3) gescheitert war.

Oral hatte mit Co-Trainer Michael Henke (früher beim 1. FC Saarbrücken) erst im April beim FCI begonnen und das Team mit einer Erfolgsserie in die Relegation geführt. Da auch Thomas Linke als Sportdirektor nicht weitermachen wird, muss der Ex-Bundesligist in der 3. Liga nicht nur den Kader komplett neu aufstellen. Die Zeit drängt, da die Saison bereits am 19. Juli startet. Der Etat soll um 30 Prozent gekürzt werden.

In Wiesbaden herrschte nach dem entscheidenden 3:2-Auswärtssieg am Mittwochabend grenzenloser Jubel. Kultspieler Alf Mintzel (37), Trainer Rüdiger Rehm (auch früher beim FCS) und Kollegen spritzten am Mittwoch vom Balkon Sekt auf die 500 Fans auf dem Schlossplatz vor dem Hessischen Landtag.

Mit zehn Jahren war Wehen dienstältester Drittligist. Nicht nur bei Sportdirektor Christian Hock (früher FC Homburg) flossen die Tränen. 2016 rettete ein Tor von Mintzel in der Nachspielzeit den Drittliga-Dino vor dem Abstieg. Mintzel verabschiedete sich nach neun Jahren in Wiesbaden bei seinem letzten Profispiel standesgemäß und feierte den Aufstieg im Bademantel. Der Erfolg spült über sieben Millionen Euro TV-Geld in die Kasse, das Stadion soll (bis Ende 2020) von 12 500 auf 15 000 Plätze ausgebaut werden.

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