Eberwein von Holstein Kiel verursacht Elfmeter als Auswechselspieler

Strafstoß, obwohl nicht mitgespielt : Kuriose Szenen in der 2. Liga

Kieler verursacht als Auswechselspieler Elfmeter. Zieler mit missglückter Boxeinlage.

Der elfte Spieltag der 2. Bundesliga hat das Kuriositäten-Kabinett des deutschen Fußballs mit zwei unglaublichen Szenen bereichert. Bereits am Freitagabend sorgte beim 2:1-Heimsieg von Hol­stein Kiel gegen den VfL Bochum der bisher wenig bekannte Michael Eberwein (23) dafür, dass ihn jetzt ganz Fußball-Deutschland kennt. Der Neuzugang wärmte sich mit vier Teamkollegen hinter der Tor­auslinie auf, als der Ball nach einem Schuss auf ihn zugerollt kam. Eberwein stoppte ihn lässig mit der Fußspitze, allerdings war der Ball in dem Moment nicht vollständig im Aus.

Nach einem Hinweis des Video­schiedsrichters pfiff der Unparteiische Timo Gerach Elfmeter für Bochum, und er zeigte Eberwein die Gelbe Karte. „Bei einer Spielunterbrechung aufgrund eines Eingriffs durch einen Teamoffiziellen, einen Auswechselspieler oder des Feldes verwiesenen Spieler wird das Spiel mit einem direkten Freistoß oder Strafstoß (im Strafraum) fortgesetzt“, heißt es offiziell in Regel 3. „Ich kannte die Regel ehrlich gesagt nicht, und ich glaube, ich war damit nicht der Einzige“, sagte Eberwein.

Am Samstag traf es Ron-Robert Zieler. In der sechsten Minute der Nachspielzeit hatte der Torhüter von Hannover 96 den 3:3-Ausgleich beim Karlsruher SC kassiert. Der frustrierte Zieler holte voller Wucht aus, wollte den Ball wegboxen – und übersah Daniel Gordon. Der KSC-Torschütze hatte die Flugbahn des Balls gekreuzt, und so traf ihn Zielers Schwinger in den Unterleib. Zieler, der wegen Meckerns vorgewarnt gewesen war, sah die Gelb-Rote Karte. „Ich wollte den Ball über die Latte fausten, da kam Gordon aus dem toten Winkel“, sagte Zieler über seinen ersten Platzverweis in der Liga.

Mehr von Saarbrücker Zeitung