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Regionalliga Südwest: FC Homburg gegen Mainz 05 II

Regionalliga Südwest : FC Homburg mit Arbeitssieg über Schlusslicht Mainz

Fußball-Regionalligist holt im Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSV Schott Mainz mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg den dritten Sieg in Folge.

Der FC Homburg hat in der Fußball-Regionalliga die Mainzer Woche mit einem knappen Heimsieg vergoldet. Vier Tage nach dem 2:1-Auswärtserfolg bei Spitzenreiter FSV Mainz 05 II kamen die Grün-Weißen am Samstagnachmittag zu einem 1:0-Arbeitssieg über Ligaschlusslicht TSV Schott Mainz.

Vor 967 Zuschauern im Waldstadion war es Linksverteidiger Philipp Schuck, der seine Farben nach einer bärenstarken Einzelaktion in der Schlussphase mit dem Siegtor erlöste (78. Minute). Für den FCH war es der dritte Sieg in Folge, durch den sich das Team von Trainer Timo Wenzel in der Tabelle vom zwölften Platz aus weiter nach vorne schiebt.

Bei bestem Fußballwetter musste Homburgs Trainer Wenzel gegenüber dem 2:1 (2:0)-Coup unter der Woche bei Spitzenreiter FSV Mainz 05 II einmal umstellen. Für Markus Mendler, der sich im Bruchwegstadion kurz vor Schluss unnötig wegen Ballwegschlagens Gelb-Rot eingehandelt hatte, rückte Loris Weiss in die Startelf. Mendler verfolgte das Geschehen nebst einigen Homburger Langzeitverletzten inmitten der Zuschauer – und bekam einen verhaltenen Beginn zu sehen. Beide Teams waren zunächst vor allem darauf bedacht, in der Defensive sicher zu stehen.

Ein Kopfball von Seonghoon Cheon (10. Minute) nach Flanke von Luca Plattenhardt war noch die ansprechendste Szene der ersten zehn Minuten, aber kein Problem für den Mainzer Torwart Jonas Weyand. Kurz darauf kam Philipp Hoffmann im Strafraum nahe der 16-Meter-Linie zu Fall, der Pfiff von Schiedsrichter Marius Ulbrich blieb aber aus (12.). In dieser Phase nahm der Homburger Vorwärtsdrang mehr und mehr zu. Mainz stand tief und verlegte sich aufs Kontern. Gegen die kompakte Gästeabwehr tat sich die überlegene Heimelf schwer, Torchancen zu generieren. Mittelstürmer Cheon ließ sich zwar immer wieder fallen, klemmte geschickt die Bälle und setzte seine Kollegen in Szene, zahlreiche Flanken und Anspiele im letzten Drittel gerieten aber zu unpräzise. Auch ein halbes Dutzend Ecken brachten nicht wirklich Gefahr, abgesehen von einem Schuss aus dem Hinterhalt durch Mart Ristl, der aber genau auf Weyand kam (21.).

Mitte der ersten Halbzeit gab es dann große Aufregung, als FCH-Torwart David Salfeld den Ball nach einem Mainzer Konter außerhalb des Strafraums mit der Hand spielte und vom Schiedsrichter daraufhin mit Gelb bedacht wurde (32.). Die Gäste, allen voran TSV-Trainer Sascha Meeth, beschwerten sich vehement, forderten die Rote Karte für Salfeld. An der Seitenlinie kam es sogar zum kleineren Handgemenge zwischen beiden Seiten – ehe Referee Ulbrich die Wogen mit zwei Mal Gelb für Meeth und Homburgs Angreifer Damjan Marceta wieder glättete. Den anschließenden Freistoß, den Tim Müller von der linken Strafraumkante direkt stramm aufs Tor zog, wehrte Salfeld nach vorne ab, die folgende Direktabnahme von Nicklas Schlosser flog links am Kasten vorbei (34.). Sieben Minuten vor der Pause nahm Wenzel den anfangs sehr agilen, aber wohl angeschlagenen Cheon vom Feld und brachte den zuletzt verletzt vermissten Patrick Dulleck (38.). Nach ereignisarmen Schlussminuten ging es mit dem 0:0 in die Halbzeitpause – auch wenn Jannis Reuss nach Kopfballablage von Ristl aus kurzer Distanz noch zu einer Chance kam, den Ball aber über das Tor beförderte (47.). Dabei verletzte sich Reuss am linken Fuß, konnte seinen Kollegen nach kurzer Behandlung aber auf zwei Beinen in die Kabine folgen – und kam auch wieder zurück.

Ohne personelle Veränderungen ging es nach der Pause weiter, dafür aber mit Mainzern, die zunächst mehr Eigeninitiative an den Tag legten. Es dauerte ein paar Minuten, bis Homburg wieder griffiger wurde. Nach einer knappen Stunde forderten die Zuschauer vehement Elfmeter, als der von Serkan Göcer steil geschickte Philipp Hoffmann links im Strafraum vom Mainzer Dominik Ahlbach angegangen wurde. Schiedsrichter Ulbrich hatte beste Sicht und entschied auf Weiterspielen (57.) – dennoch eine zweifelhafte Entscheidung. Kurz darauf setzte Dulleck eine Ablage von Weiss links am Strafraum per Schlenzer rechts vorbei (62.). Es war der Auftakt zu einer kleinen Homburger Drangphase, die aber bis auf jede Menge Ecken und einen Hoffmann-Kopfball, der rechts vorbeiging (69.), nur wenig einbrachte.

Knapp 20 Minuten vor Schluss reagierte FCH-Trainer Wenzel gleich dreifach, brachte mit Jonas Scholz, Abdul Karim Sankoh und Marceta für Daniel Di Gregorio, Göcer und Weiss neues Personal für die Endphase (72.). Vor allem Sankoh machte in den ersten Minuten nach der Einwechslung viel Betrieb über die linke Seite – und über eben jene Seite kam die Heimelf dann auch zum Erfolg. Philipp Schuck drang in den Strafraum ein, ließ nach Ahlbach auch noch Tim Müller klasse stehen und vollendete mit aller Urgewalt unter Hilfe des Innenpfostens zum erlösenden 1:0 ins linke Eck (78.) – eine bärenstarke Einzelaktion des Linksverteidigers. Kurz darauf setzte sich Schuck erneut stark außen durch, seinen Pass in den Rückraum schoss Luca Plattenhardt aber in die Arme des Mainzer Torwarts (81.). 

In den letzten Minuten brannte aus Homburger Sicht daraufhin nichts mehr an.