Nur Norwegerin Hegerberg fehlt bei „Explosion des Frauenfußballs“

Frauenfußball : Nur Hegerberg fehlt bei „Explosion des Frauenfußballs“

Schon bevor der Anpfiff zur Frauenfußball-WM in Frankreich ertönt, verspricht der gerade wiedergewählte Fifa-Chef Gianni Infantino eine „Explosion des Frauenfußballs“. Der Schweizer prophezeite vor der Eröffnung an diesem Freitag (21 Uhr/ZDF) mit dem Spiel des Gastgebers gegen Südkorea im Pariser Prinzenpark gar: „Die WM wird die beste Frauen-Endrunde aller Zeiten.“ In der Tat könnte die achte Auflage der WM ein Meilenstein werden.

Vom 7. Juni bis 7. Juli bestreiten 24 Teams – darunter die WM-Neulinge Chile, Jamaika, Schottland und Südafrika – über 31 Tage 52 Spiele in neun französischen Städten. „Der Frauenfußball füllt die größten Stadien der Welt und stößt bei Fans und Medien auf immenses Interesse“, sagt Infantino.

Die Forderungen nach einer Gleichbehandlung von Männern und Frauen bei den Prämien werden dabei immer lauter. Als einer der wenigen Verbände zahlen die Norweger ihren Spielerinnen mittlerweile die gleichen Prämien wie den Nationalspielern. Ada Hegerberg genügte das erstrittene Entgegenkommen nicht. Aus Frust und nach einem heftigen Streit mit dem Verband über die ihrer Meinung nach unfaire Behandlung erklärte die 23-Jährige vom Champions-League-Sieger Olympique Lyon vor zwei Jahren nach 66 Länderspielen ihren Rücktritt aus dem Nationalteam. Für das Team ist ihr Fehlen bei der WM ein schmerzlicher Verlust, denn die 2018 mit dem „Ballon d’Or“ ausgezeichnete Stürmerin ist sportlich nicht zu ersetzen.