Deutsche U21 steht in Spanien vor Härtetest, Adrian Fein stark in Form

HSV-Spieler Adrian Fein richtig stark : Deutsche U21 steht in Spanien vor erstem echten Härtetest

Gerade mal 102 Tage liegt das letzte große Duell zurück, doch von einer Revanche für das Finale der U21-Europameisterschaft kann keine Rede sein: Wenn die deutschen Fußball-Junioren an diesem Donnerstag in Spanien antreten, stehen nur noch drei Turnier-Reservisten im DFB-Kader, ein Ersatztorwart und ein Finaltorschütze im spanischen Aufgebot.

Denn mit den Jahrgängen 1998 und 1999 ist jetzt eine neue Generation gefordert, die sich im andalusischen Córdoba (19.45 Uhr/ProSieben Maxx) einem ersten echten Härtetest unterzieht, ehe es am Dienstag im zweiten EM-Qualifikationsspiel nach Bosnien-Herzegowina (18 Uhr/ProSieben Maxx) geht.

„Wir haben Spanien bewusst relativ früh als Gegner ausgewählt, um den Jungs zu zeigen, wie hoch die Messlatte in Europa liegt“, sagt U21-Trainer Stefan Kuntz. Der Neunkircher ergänzt: „Danach wissen sie, woran es ihnen noch fehlt, oder ob sie schon auf diesem Niveau mithalten können.“

Nicht nur für die Neulinge Josha Vagnoman (Hamburger SV), Orestis Kiomourtzoglou (Heracles Almelo), Mergim Berisha (SCR Altach/Österreich) und Finn Dahmen (FSV Mainz 05) ist dieses Niveau Neuland, auch für Senkrechtstarter Adrian Fein wird das Duell zum 40-jährigen Jubiläum der deutschen U21 zur ersten großen internationalen Reifeprüfung. Der Jungstar vom Hamburger SV könnte sich auf dem Weg zur Europameisterschaft 2021 in Slowenien und Ungarn zum Motor des deutschen Spiels entwickeln.

Bereits zum Start der neuen U21 im September ließ der defensive Mittelfeldspieler sein Potenzial aufblitzen, im Spielaufbau ist er passsicher und kreativ. Beim 2:0 im Test gegen Griechenland und beim eindrucksvollen 5:1 zum Start in die EM-Qualifikation in Wales wurde der 20-Jährige zum Spieler des Spiels gewählt. „Adrian spielt sehr reif“, lobte Kuntz: „Er hat bereits jetzt eine enorm hohe Bedeutung im Matchplan des Hamburger SV.“ Der Leihspieler von Bayern München verpasste tatsächlich in dieser Saison noch keine einzige Spielminute und hat als robuster Abräumer großen Anteil an der Zweitliga-Tabellenführung.

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