Messi und Rapinoe gewinnen Ballon d'Or

Fußball : Der Herr der sechs goldenen Bälle

Lionel Messi setzt sich bei Wahl ebenso durch wie Weltfußballerin Megan Rapinoe.

Der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi (Argentinien) und Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe (USA) sind in Paris mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet worden. Messi (32) vom spanischen Meister FC Barcelona setzte sich bei der von Fachjournalisten aus aller Welt durchgeführten Wahl vor Champions-League-Sieger Virgil van Dijk (Niederlande) vom FC Liverpool und dem Portugiesen Cristiano Ronaldo von Juventus Turin durch. Weltfußballerin Rapinoe (34) gewann vor Lucy Bronze (England) und ihrer Landsfrau Alex Morgan. Durchgeführt wird die Wahl von der Fachzeitschrift France Football.

Für Messi ist es die sechste Auszeichnung mit dem Goldenen Ball, damit überflügelte er seinen großen Rivalen Ronaldo (5). Die deutschen Nationalspieler Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) und Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) gehörten wie auch Bayern Münchens Top-Torjäger Robert Lewandowski zu den Nominierten.

„Ich erinnere mich an meinen ersten Ballon d’Or. Es war undenkbar, dass ich jetzt meinen sechsten gewinne“, sagte Messi, dessen Söhne Thiago und Mateo für einen lustigen Moment sorgten. Als der Vater im Théâtre du Châtelet auf die Bühne ging, umarmte der siebenjährige Thiago seinen kleinen Bruder überschwänglich. Nur leider so doll, dass sich der Vierjährige schmerzhaft ans rechte Ohr fasste, einen Brüller losließ und seinen Bruder zurückstieß. Ob Thiago seinen Bruder vielleicht sogar ins Ohr gezwickt hat, blieb offen. Thiago ist Fan von Ronaldo.

Die Kopa Trophy für den besten Spieler unter 21 Jahren gewann der Niederländer Matthijs de Ligt (Juven­tus Turin) vor dem Engländer Jadon Sancho (Borussia Dortmund). Auch der Leverkusener Kai Havertz war nominiert. Bei der Wahl zum besten Torhüter setzte sich der Brasilianer Alisson vom FC Liverpool vor ter Stegen durch.

Bislang letzter von fünf deutschen Preisträgern des Ballon d’Or war 1996 Matthias Sammer. Zwischen 2010 und 2015 fand die Wahl aufgrund eines Deals mit France Football unter dem Dach des Weltverbandes Fifa statt und wurde als Wahl zum Weltfußballer des Jahres durchgeführt. Seit 2016 wird der Preis wieder in Eigenregie von France Football verliehen. Den Weltfußballer kürt allerdings nach wie vor die Fifa.