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Heinz Bähr über Ü-Fußball in Ostsaarkreis und Nordsaarkreis

Fußball : AH-Fußballer arrangieren sich mit Mangel

Heinz Bähr schildert die Situation der älteren Kicker im Ost- und Nordsaarkreis. Die Fortsetzung der Spielrunde ist weiter völlig offen.

Heinz Bähr vom FC Palatia Limbach ist im Ostsaarkreis für den Saarländischen Fußballverband (SFV) der zuständige Mitarbeiter für den Ü-Fußball. Im Bereich der Ü40 machen der Nord- und Ostsaarkreis gemeinsame Sache. „Mangels Masse haben wir diese beiden Kreise in einer Meisterschaftsrunde zusammengelegt“, erklärt der 70-Jährige. Den Ostsaarkreis vertreten die SG Limbach-Kirkel-Kleinottweiler sowie der SV Spiesen. Und aus dem Norden nehmen die SG HuBE (Humes-Bubach-Eppelborn), SG Urweiler-Freisen-Wolfersweiler sowie der FC Uchtelfangen am Spielbetrieb teil. Bis zur Rundenunterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie führte die SG HuBE (drei Spiele/sieben Punkte) vor Limbach-Kirkel-Kleinottweiler (3/4), Urweiler-Freisen-Wolfersweiler (2/3), Spiesen (2/3) sowie Uchtelfangen (2/0) die Tabelle an.

„Das Problem ist, dass viele Spieler, die noch für die AH in Frage kämen, oft aus familiären Gründen nicht mehr zum Einsatz kommen wollen. Sie helfen aber noch ab und an in den Aktivenmannschaften ihres Vereins aus. Von daher gibt es leider immer weniger AH 40-Mannschaften“, meint Bähr und ergänzt: „Das ist schon irgendwie schade. Es würde ja noch viele Spieler geben, die dem Spielbetrieb gut tun würden.“ Diese würden dann sowohl im Feld als auch in der Halle interessante Wettbewerbe verpassen.

Es gibt auch noch für die einzelnen Altersstufen Pokalrunden. Bei der Ü32 wird darüber hinaus eine Freundschaftsrunde in Eigenregie betrieben. Das würde auch laut Bähr „sehr gut klappen“. Im Osten konnten noch zwei Pokal-Viertelfinal-Spiele dieser Altersklasse ausgetragen werden: SV Bexbach – SV Altstadt (2:3) sowie SV Niederbexbach – SV Hellas Bildstock (10:0). Weiterhin angesetzt waren noch die Partien zwischen dem SV Bliesmengen-Bolchen und SV Rohrbach sowie zwischen dem SV Kirrberg und der SG Limbach-Kirkel-Kleinottweiler. Im Norden konnten sich der FC Wiesbach (4:1 beim FC Blau-Weiß St. Wendel), die FSG Schmelz-Limbach-Gresaubach (4:1 gegen die SG Thalexweiler-Aschbach-Steinbach-Dörsdorf), SF Winterbach (5:0 beim VfB Heusweiler) und die SG HuBE (4:1 beim FC Uchtelfangen) für das Halbfinale qualifizieren. Bei der Ü40 setzte sich im Norden der SV Merchweiler im Pokal mit 4:1 gegen den FC Uchtelfangen durch.

Organisiert in einer Freundschaftsrunde ist auch die Ü50, dabei gibt es eine Aufteilung in Kreise oder auch in Landespartien. Auch dort würden Pokalrunden angeboten. „Besonders reizvoll sind die Qualifikationen für überregionale Wettbewerbe, wo die einzelnen AH-Teams sportlich und kameradschaftlich sehr viel erleben können“, erklärt der Ü-Fußball-Mitarbeiter. Hinzu kämen dann noch die 60er mit einer Freundschaftsrunde ohne Pokal.

Auch die AH-Spieler wollen natürlich wissen, ob ihre Saison noch einmal fortgeführt werden kann - und wenn ja, wann. „Auch ich kann ja nicht in eine Glaskugel hineinschauen. Wir sind als Fußballer abhängig von den Entscheidungen der Politik. Ich denke, sobald es grünes Licht für eine Rückkehr zum Trainingsbetrieb gibt, könnte man diesen im AH-Bereich etwas verkürzen. Und dann müsste man sehen, was noch gespielt werden kann. Es könnte aber auch zu einem Abbruch kommen. Alles, was man derzeit sagt, ist ja reine Vermutung“, betont Bähr.