Fußball-Regionalliga FC Homburg bleibt im Topspiel zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen

Sinsheim · Mit einem 1:1 hat die Fußball-Regionalliga-Partie Hoffenheim II gegen FC Homburg geendet. Die beiden Teams erzielten jeweils einen Treffer schon in der ersten Halbzeit.

 Hoffenheim gegen Homburg in der Fußball-Regionalliga. (Symbolbild)

Hoffenheim gegen Homburg in der Fußball-Regionalliga. (Symbolbild)

Foto: picture alliance / dpa/Franz-Peter Tschauner

Fußball-Regionalligist FC Homburg ist im Spitzenspiel des Spieltags bei der U23 der TSG Hoffenheim zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen geblieben und eroberte durch das 1:1 (1:1) am Samstagnachmittag, 2. Dezember, vorerst die Tabellenführung, weil das Spiel von Spitzenreiter Stuttgarter Kickers am Sonntag gegen Hessen Kassel der Witterung zum Opfer fällt.

Kretzschmar kehrt zurück, ansonsten keine Wechsel

Im kalten Hoffenheim kamen beide Mannschaften im spärlich besuchten Dietmar-Hopp-Stadion zu ihren, wenn auch wenigen Chancen. Am Ende ging das Remis im Duell des bisherigen Tabellenzweiten beim dritten so weit in Ordnung. Der TSG-Nachwuchs kam nach starkem Beginn früh durch Simon Kalambayi zur verdienten Führung (13.). Für den FCH traf Markus Mendler mit seinem sechsten Saisontor zum schnellen 1:1 (22.), das schließlich auch am Ende bestand hatte.

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Homburgs Trainer Danny Schwarz sah nach dem souveränen 2:0-Heimsieg über die U23 von Eintracht Frankfurt keinen Grund, an seiner zuletzt so erfolgreichen Formation (sieben Siege aus neun ungeschlagenen Ligaspielen) etwas zu ändern. Lediglich im Tor erfolgte der Rückwechsel, nachdem Stammtorwart Tom Kretzschmar (krank angeschlagen) zuletzt von Jakob Mayer vertreten worden war.

Diese Spieler bildeten die defensive Viererkette

Davor bildeten wie gehabt Tim Steinmetz (rechts), Benjamin Kirchhoff, Michael Heilig und Max Dombrowka (links) die defensive Viererkette. Im zentralen Mittelfeld agierten Lukas Quirin und Maximilian Jansen auf der Doppelsechs, auf den offensiven Außenbahnen kamen Markus Mendler (vornehmlich über links) und Philipp Hoffmann zum Zug, hinter der einzigen Spitze Phil Harres agierte erneut Patrick Weihrauch als eine Art hängende Spitze.

Gegner Hoffenheim II war unter der Woche noch im Nachholspiel gegen Astoria Walldorf dank zweier später Tore von Valentin Lässig (86.) Lukas Duric (93.) erfolgreich im Einsatz, nachdem die jungen Kraichgauer zuvor mit dem 1:3 beim SGV Freiberg ihre erste Niederlage nach sechs ungeschlagenen Partien (fünf Siege) kassiert hatten. Gegenüber Walldorf stellte TSG-Coach Vincent Wagner seine Startelf auf vier Position neu auf: Felix Hagmann, Julius Schmahl, Walldorf-Torschütze Duric und Lukas Mazagg rotierten für Quincy Butler, Umut Tohumcu, Aleksei Carnier und Louis Schulze ins Team des Tabellendritten, der mit einem Punkt Rückstand auf die saarländischen Gäste in die Partie ging.

Kalambayi zur verdienten Führung, Mendlers rasche Antwort

Im letzten Auswärtsspiel des Jahres war der FCH bei Minustemperaturen in den ersten Minuten zunächst vornehmlich in der Defensive gefordert. Nach einer ersten Ecke der TSG faustete Kretzschmar den Ball aus der Gefahrenzone, der folgende Distanzschuss von Duric ging in die Wolken (3.). Kurz darauf hatte Hoffenheim die erste dicke Möglichkeit im Spiel. Hagmann fand mit seiner Flanke von rechts im Zentrum Julius Schmahl, der seinen Kopfball aus sieben Metern knapp links am Tor vorbeisetzte (6.) – Glück für Grün-Weiß,

Nur Sekunden später die nächste Riesenchance für die Heimelf. Hagmann nahm auf rechts Julian Justvan mit, dessen Hereingabe nahe des Elfmeterpunkts bei Andu Yobel Kelati landete. Der Offensivspieler nahm den eigentlich klasse annahm, dann aber deutlich über den Homburger Kasten jagte (10.) – wieder großes Glück für den FCH. Gegenüber sorgte Harres mit einer harmlosen Kopfballbogenlampe in Folge eines Eckballs für die erste Torannäherung (10.), gefolgt von der verdienten Hoffenheimer Führung. Schmahl löste sich im Strafraumrand schön aus der Drehung von seinen Gegenspielern, fand von links im Strafraum mit seinem Querpass Simon Kalambayi, der eiskalt ins rechte Eck abschloss – 1:0 (13.).

Nach Gegentor will Homburg rasch ins Spiel zurückfinden

Nach dem Gegentor waren die Gäste natürlich bemüht, schnell wieder ins Spiel zurückzufinden. Es dauerte aber ein paar Minuten, bis Homburg endlich zwingender wurde. Nach einer Hereingabe von rechts durch Hoffmann kam Harres am ersten Pfosten vor seinem Gegenspieler an den Ball, erwischte die Kugel aus kurzer Distanz aber nicht richtig und verfehlte links das Tor (21.).

Diesem ersten offensiven Ausrufezeichen folgte direkt der schnelle Ausgleich für Grün-Weiß. Nach einer Flanke von Tim Steinmetz behauptete Weihrauch im Strafraum geschickt den Ball, sein Abschlussversuch von halbrechts landete abgefälscht bei Markus Mendler, der das Spielgerät zum 1:1 ins linke Eck stocherte (22.). Wenige Augenblicke später hätte Mendler um ein Haar für die komplette Wende gesorgt: Joshua Quarshi wurde auf der linken Seite von Hoffmann unter Druck gesetzt, ließ sich zu einem schlampigen Rückpass zu TSG-Torwart Luca Philipp verleiten. Mendler spritzte dazwischen, ging am Torwart vorbei, scheiterte aus spitzem Winkel aber am rechten Pfosten des Hoffenheimer Tors (27.). Die Gäste waren in dieser Phase nun deutlich besser im Spiel.

Kretzschmar verhindert den erneuten Rückstand

Hoffenheim kam danach durch eine Direktabnahme am Strafraumrand durch Mazagg, die nicht weit rechts am Tor vorbeiging (32.), mal wieder zu einer Offensivaktion. Nach einer wenig ereignisreichen Phase verzeichneten die Gastgeber dann die Riesenchance zur erneuten Führung.

Nach einem Umschaltmoment passte Duric im richtigen Moment auf den einlaufenden Kelati, der im Strafraum Dombrowka per Haken ins Leere rauschen ließ, dann aber an der Glanztat des aus seinem Tor geeilten Kretzschmar scheiterte, der geschickt den Winkel verkürzt hatte (40.). Der Nachschuss der TSG verpuffte, Glück für den FCH. In den letzten Minuten des ersten Durchgangs passierte nichts mehr Weltbewegendes. Mit dem unterm Strich gerechten 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

Gleiche Aufstellung nach der Halbzeitpause

Zur zweiten Hälfte kehrten beide Mannschaften unverändert aufs Feld zurück. Wie im ersten Durchgang hatte Hoffenheim zu Beginn der Halbzeit mehr vom Spiel – und durch Kelati gleich eine gute Chance. Der Offensivspieler kam nach seinem Dribbling halbrechts im Strafraum zum Abschluss, schlenzte den Ball aber am linken Pfosten des Homburger Tors vorbei (49.). Wenig später der nächste brenzlige Moment für die Gäste: Schmahl verlagerte das Spiel schön auf die linke Seite, wo Mazagg völlig frei auftauchte und Kretzschmar per Lupfer überwand (50.).

Der Ball ging zum Glück für den FCH knapp über den Kasten. Und Homburg? Tat sich im Spiel nach vorne weiter schwer, war verstärkt in der Defensive gebunden. Nach einer Stunde reagierte Danny Schwarz, brachte Laurin von Piechowski für Quirin und Dennis Lippert für Dombrowka (62.). Für ein taktisches Foul holte sich Duric die erste Gelbe der an sich fairen Partie ab (62.).

Mendler scheitert mit zwei starken Fernschüssen

Duric und Kelati gingen daraufhin vom Feld, für sie kamen Luka-Mikael Hyryläinen und Quincy Butler (65.). Kurz darauf sorgte Mendler mal wieder für ein Homburger Ausrufezeichen, seinen Fernschuss aus halbrechter Position vereitelte Philipp mit einer starken Parade (66.). In dieser Phase kam von den Grün-Weißen endlich wieder deutlich mehr.

Nach druckvollem Anlaufen spielte Quarshie einen risikoreichen hohen Querpass nahe des eigenen Strafraums. Der Ball kam zu Mendler, der volley direkt abzog und das TSG-Tor nur knapp links verfehlte (73.). Gegenüber zielte der eingewechselte Butler von halbrechts genau auf Kretzschmar, der mühelos parierte (73.). Sekunden später fand Mendler mit seiner Flanke von links Phil Harres, der seinen Kopfball unter Bedrängnis aber nicht richtig gedrückt bekam – kein Problem für Hoffenheim-Keeper Philipp (74.).

Doppelwechsel bei Hoffenheimern

Nach einem Hoffenheimer Doppelwechsel reagierte auch Schwarz zwei weitere Male, brachte Ivan Knezevic und Angelos Stavridis für Hoffmann und Torschütze Mendler (77.). Kurz darauf kam auch noch Fabian Eisele für den diesmal glücklosen Toptorjäger Harres (84.), der zuletzt in vier aufeinanderfolgenden Spielen getroffen und dabei insgesamt sieben Mal gestochen hatte. Für sein Foul an Heilig tief in der Homburger Hälfte holte sich der eingewechselte Abdul Fesenmeyer Gelb ab (85.).

Auf dem Feld war der FCH jetzt wieder besser drin im Spiel – der Lucky Punch sollte aber nicht mehr glücken. Stattdessen kam Butler nochmal über rechts durch, Hyryläinen am ersten Pfosten brachte die Hereingabe aber nicht im Tor unter (88.). Es blieb letztlich beim 1:1, mit dem die Homburger ihre Serie auf zehn Ligaspiele ohne Niederlage ausbauten.

Nach dem Remis im letzten Auswärtsspiel des Jahres wartet auf den FC Homburg nun am Dienstag der Höhepunkt im DFB-Achtelfinale gegen Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli (20.45 Uhr). Im letzten Spiel des Jahres empfangen die Grün-Weißen dann am kommenden Sonntag um 14 Uhr die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.

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