1. Sport
  2. Fußball

Für den FCS geht es direkt um das große Saisonziel

Fußball : Für den FCS geht es direkt um das große Saisonziel

In dieser Saison zählt nur die Meisterschaft. Das will und muss das Team an diesem Freitag in Pirmasens unter Beweis stellen.

Das Unternehmen „Aufstieg 2020“ beginnt. Und der 1. FC Saarbrücken ist nicht nur im Eröffnungsspiel der Fußball-Regionalliga Südwest an diesem Freitag beim FK Pirmasens (19 Uhr, Stadion Husterhöhe) haushoher Favorit. Der Vizemeister der Vorsaison hat alles dafür getan, um Meister der neuen Spielzeit zu werden.

„Der Konkurrenzkampf ist größer geworden, wir haben die Qualität im Kader noch einmal angehoben“, sagt FCS-Trainer Dirk Lottner: „Wir haben einen großen, breiten Kader. Jeder muss sich in jedem Training aufs Neue beweisen. Es wird immer mal wieder auch jemand nicht im Kader sein, der woanders sicher eine feste Größe wäre.“

Lottner hat offenbar Lehren aus seinen drei erfolglosen Anläufen gezogen, mit dem FCS in die 3. Liga aufzusteigen. So hat die Trainingssteuerung in dieser Vorbereitung deutlich besser geklappt als in den Vorjahren. Muskuläre Verletzungen blieben in den intensiven Trainingswochen aus. „Bis auf ein paar kleine Magen-Darm-Geschichten hatten wir keine Ausfälle“, sagt der Trainer, der aus der Erfahrung des vergangenen Jahres weiß, wie wichtig ein guter Saisonauftakt ist. Damals unterlag der FCS im Auftaktspiel dem FSV Frankfurt mit 0:3. „Konstanz ist das Zauberwort für ganz oben. Und wenn du die Erwartungen nicht erfüllst, wirst du ausgetauscht.“ Dass die Anspruchshaltung groß ist, ist für den Ex-Profi nicht neu: „Es ist meine vierte Saison hier. Ich kenne die Erwartungen und kann damit umgehen.“

Was man vom FK Pirmasens erwarten kann, ist eine Mannschaft, „die sich mit viel Einsatz, Wille und Leidenschaft“ präsentieren möchte, wie es Trainer Patrick Fischer formuliert. Er hat das Amt von Peter Tretter übernommen, der den Verein in der Vergangenheit mit bescheidenen Mitteln in der Liga halten konnte. Wie der FCS zeigte sich der FKP im letzten Testspiel torhungrig. Gegen den Verbandsligisten Eintracht Bad Kreuznach siegte man mit 6:1.

„Ein neuer Trainer bedeutet immer auch eine gewisse neue Philosophie und Ausrichtung“, sagt Lottner, der sich eingehend über den Gegner informiert hat: „Was wir beobachten konnten, ist, dass sie weiter eng und kompakt stehen wollen und darüber dann explosiv ins Umschaltspiel kommen wollen. Gerade über die Außen. Das bedeutet für uns, dass wir solche Situationen tunlichst vermeiden sollten.“ Dennoch habe ein Eröffnungsspiel auch seine Eigenheiten. „Vorbereitung ist Vorbereitung. Vielleicht werden sie gegen uns ja ganz anders agieren, aber auch darauf werden wir vorbereitet sein“, sagt Lottner.

Die letzte Entscheidung über die Aufstellung fällt erst am Vormittag nach der angesetzten Bewegungseinheit. Klar ist, dass Manuel Zeitz die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen wird. „Die Binde ist in diesem Jahr vielleicht doch etwas mehr wert, weil es auch eine Anerkennung durch die Mannschaft ist“, sagt Zeitz, der diesmal von den Kollegen gewählt und nicht wie in den Vorjahren vom Trainer bestimmt wurde: „Wir wollten vor zwei Jahren schon aufsteigen und versuchen es jetzt aufs Neue. Wir wollen es besser machen als zuvor und zeigen, dass wir dieses Mal dran sind.“

Dass auch der Kapitän sich dem internen Leistungsvergleich stellen muss, ist unbestritten. Doch nicht nur im zentralen Mittelfeld hat Lottner die Qual der Wahl. „Gerade in der Innenverteidigung wird es Spieler mit Stammplatz-Ambitionen geben, die jetzt nicht dabei sind. Das gilt auch für alles, was sich vorne abspielt. Man wird mit der Aufstellung immer welche glücklich und andere unglücklich machen“, sagt Lottner: „Ein voller Kader bedeutet immer unzufriedene Spieler. Das wird eine Aufgabe sein, die wir in dieser Saison immer wieder haben werden. Am Ende geht es darum, eine Mannschaft zu finden, die in der Lage ist, das Spiel zu gewinnen.“ Und zwar im Grunde jedes. Das ist der Anspruch des Titelfavoriten.