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FCS kehrt noch dieses Jahr in den Ludwigspark zurück

Frohe Kunde mit kleinem Haken : FCS kehrt noch dieses Jahr in den Ludwigspark zurück

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt verkündete am Freitagmittag auf einer Pressekonferenz die frohe Botschaft.

Der 1. FC Saarbrücken kehrt bald wieder in den Ludwigspark zurück. Diese seit Tagen erwartete Botschaft verkündete am Freitagmittag Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) bei einer Pressekonferenz im Stadion. „Heute ist der Tag der guten Nachrichten. Wir können sagen, dass der 1. FC Saarbrücken nicht mehr heimatlos ist. Der FCS kommt zurück in den Ludwigspark", sagte Conradt.

Der OB hatte die Baustelle am 1. Oktober 2019 übernommen. Und das in „desolaten Zustand". Conradt fand klare Worte: „Es gab keinerlei Kommunikation zu Verein und Fans, auf der Südtribüne (Haupttribüne, Anm. d. Red.) waren 2, 3 Arbeiter. Der Baufortschritt wäre mit einer Schnecke verglichen noch schnell."

 (vlnr.) Hartmut Ostermann, Präsident des 1. FC Saarbrücken, der Oberbürgermeister von Saarbrücken Uwe Conrad (CDU) und Martin Welker, GIU-Geschäftsführer.
(vlnr.) Hartmut Ostermann, Präsident des 1. FC Saarbrücken, der Oberbürgermeister von Saarbrücken Uwe Conrad (CDU) und Martin Welker, GIU-Geschäftsführer. Foto: Stefan Regel

Der FCS soll noch in diesem Jahr im Park spielen. "Wir werden mehrere Spiele spielen, und wir werden mit Zuschauern spielen", sagte Conradt. Es fehlten zwar noch Genehmigungen, aber vor fünf Wochen hätte Conradt nicht gedacht, dass man aktuell so weit ist. Der Haken an der Sache: es fehlt der konkrete Termin.

Danach ging der neue GIU-Chef und Baustellen-Chef Martin Welker ins Detail. Der Bauexperte fand optimistische Worte. Auch die Stadionführungen sollen verdoppelt werden

Auch Hartmut Ostermann, Präsident des 1. FC Saarbrücken, war bei der PK. Der FCS-Boss sagte: „Für die Fans ist es ein besonderer Tag." Die Baustelle gehe allmählich „überschaubar zu Ende". Am Donnerstag hatte sich Ostermann zwei Stunden auf der Baustelle umgesehen. Er dankte OB Conradt, dass er die Baustelle zur Chefsache gemacht habe. Der FCS habe eine schwere Lizenzierung gehabt, sagte der FCS-Präsident. Man sei froh über die Hilfe des FSV Frankfurt gewesen, wo man auch bei einem Aufstieg 2018 gegen 1860 München schon hätte spielen müssen. Ein etwaiges DFB-Pokalspiel gegen Zweitligist FC St. Pauli werde nicht im Ludwigspark, sondern in Völklingen stattfinden.

Einen definitiven Termin für das erste FCS-Spiel im umgebauten Stadion gibt es aber nicht. Mindestens die letzten beiden Heimspiele sollen im Park stattfinden. Mitte September will die Stadt noch mal einladen und neue Infos verkünden. „Zwei Spiele plus x“, das sei der aktuelle Stand, sagte Conradt. Kurz vor dem Saisonstart könne aber Völklingen als Ersatz-Spielort beantragt werden. „Wir werden uns anstrengen, in der Region zu bleiben", sagte Ostermann. Der Antrag werde kurzfristig gestellt. Das seien Gedankenspiele innerhalb des Vereins. Könnte also gut sei, dass den FCS-Fans Spiele im Ausweichstadion am Bornheimer Hang in Frankfurt doch nicht erspart bleiben.

Auch Martin Welker konnte nicht konkreter in Sachen erstes Spiel im Park werden. OB Conradt sprach von einem Gesamtkonzept als solides Fundament, es könne aber noch Auflagen geben. Er sei aber optimistisch, die benötigte Genehmigung zu bekommen.

Übrigens: Auch wenn das umgebaute Stadion drittliga-tauglich sein wird, zweitliga-tauglich ist es damit noch nicht. Da müssten im Fall der Fälle auch noch verschiedene Dinge geändert und verbessert werden, hieß es am Freitag.