Ex-Nationalspieler Marin gastiert mit Roter Stern Belgrad beim FC Bayern

Fußball : Marins rastlose Reise durch Europa

Der 30-Jährige ist der Topspieler von Münchens Auftaktgegner Roter Stern Belgrad.

Die Vorfreude bei Marko Marin auf die Münchner Arena und den FC Bayern ist riesengroß. „Es ist schön, mal wieder in einem deutschen Stadion zu spielen, dann noch gegen Bayern“, sagt der Schlüsselspieler des Münchner Champions-League-Gegners Roter Stern Belgrad vor der Partie an diesem Mittwoch (21 Uhr/Sky). „Ich freue mich auch auf meine ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegen Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Thomas Müller.“ 2009 wurde Marin mit Neuer und Boateng U21-Europameister, eine glorreiche Weltmeister-Karriere wie den früheren Weggefährten war dem Dribbelkünstler allerdings nicht vergönnt.

Dabei galt der Ex-Gladbacher Marin als Supertalent. Zwischen 2008 und 2010 brachte er es in jungen Jahren auf 16 Länderspiele (ein Tor) für die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw. Er war auch beim mitreißenden WM-Auftritt 2010 in Südafrika dabei. Doch die glanzvolle Karriere wurde es dann doch nicht. Der Wechsel 2012 von Werder Bremen zum FC Chelsea und einige Verletzungen brachten den inzwischen 30-Jährigen aus dem Tritt.

Marin musste sich auf eine rastlose Reise durch Europa begeben. FC Sevilla, AC Florenz, RSC Anderlecht, Trabzonspor, Olympiakos Piräus und jetzt eben Belgrad lauteten die Stationen des Offensivspielers quer durch Europa. Richtig sesshaft wurde er nicht. In nur einem Jahr ist er aber nun zum wichtigsten Spieler des serbischen Rekordmeisters geworden. Marin gilt längst als „unverkäuflich“. In 40 Partien erzielte er acht Treffer (17 Assists). „Roter Stern ist der Club, den ich liebe“, sagte der in Bosnien geborene Marin. Sein Vater, der mit der Familie und dem zweijährigen Sohn Marko einst nach Frankfurt kam, soll schon immer ein großer Fan von Roter Stern gewesen sein.

Wie wichtig Marin für die Mannschaft von Trainer Vladan Milojevic ist, zeigte sich am Wochenende, als der Kapitän fehlte. Ohne ihn rannte Roter Stern lange einem Rückstand gegen Aufsteiger FK Indjija hinterher, ehe Milan Pavkov das Spiel mit zwei Toren spät drehte. „Eine gefährliche Abhängigkeit von Marins Anwesenheit“, stellte das Sportportal Mozzartsport.com fest. Gegen die Bayern, die lediglich auf die verletzten David Alaba und Leon Goretzka verzichten müssen, wird Marko Marin aber wieder von Beginn an spielen.

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