Ex-FCK-Profi Göktan spricht über seinen Drogen-Absturz

Fußball : Ex-FCK-Profi Göktan spricht über seinen Drogen-Absturz

Einstiges Toptalent hat Leben „heute wieder im Griff“.

Der frühere Fußball-Profi Berkant Göktan hat elf Jahre nach dem Rauswurf beim TSV 1860 München und dem Weggang aus Deutschland über seine Kokain- und Alkoholabhängigkeit gesprochen. „Es war Dummheit und Gier. Es war eine Sache, die ich als junger Mensch ausprobiert habe und an der ich dann hängengeblieben bin“, sagte der heute 38-Jährige in einem Sport1-Interview.

Göktan galt rund um die Jahrtausendwende als großes Talent und wurde im Nachwuchs des FC Bayern ausgebildet. Für die Münchner sowie Mönchengladbach, Bielefeld und den 1. FC Kaiserslautern (Spielzeit 2005/2006) bestritt er insgesamt 28 Bundesliga-Partien, dazu kamen 37 Einsätze in der 2. Liga. Im Oktober 2008 kündigte ihm 1860 nach einem positiven Drogentest.

„Mich hat es komplett zerstört, und zusätzlich hat auch das Image des Vereins sehr stark gelitten“, sagte der gebürtige Münchner, der für die Türkei U21-Nationalspieler war. Bei den Löwen war er der Hoffnungsträger für den Bundesliga-Aufstieg. „Ich habe den Erfolg bei Sechzig damals nicht verarbeiten können. Es ging alles zu schnell“, erinnerte er sich. Zu den Gründen für seinen Absturz sagte er: „Es war die Gier, es waren falsche Freunde. Wenn man einmal Drogen nimmt, möchte man es noch mal versuchen.“ Göktan berichtete zudem über heftigen Alkoholmissbrauch. „Ich habe sehr lange exzessiv getrunken“, erzählte er. Auch seine Mitspieler hätten damals gemerkt, dass er betrunken zum Training erschienen sei.

Nach dem Rauswurf bei den Löwen verließ Göktan Deutschland und flog nach Thailand, wo er seine heutige Frau kennenlernte. Seit Kurzem ist er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern wieder in München und lebt bei den Eltern: „Ich habe mein Leben wieder im Griff.“