Europa League: Ärger um deutsche Fans in Istanbul und in Guimarães

Mönchengladbach und Frankfurt : Europa League: Ärger in Istanbul und in Guimarães

Offensivspieler Patrick Herrmann steht vor dem Sprung in die Startelf von Borussia Mönchengladbach im Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Der Saarländer könnte Alassane Pléa ersetzen, der französische Stürmer hat sich im Europa-League-Spiel bei Basaksehir Istanbul am Donnerstag am Fuß verletzt und musste zur Pause ausgewechselt werden.

„Er hat noch große Schmerzen“, sagte Gladbachs Trainer Marco Rose. Herrmann wurde für Pléa eingewechselt und rettete seinem Team mit dem späten Ausgleich das 1:1 und immerhin noch einen Punkt.

Sportdirektor Max Eberl ärgerte sich derweil über den Umgang der türkischen Polizei mit den deutschen Fans. „Das macht mich extrem traurig, dass wir 2019 in Europa solche Zustände haben“, sagte Eberl, nachdem einigen der 1400 mitgereisten Fans der Zutritt ins Stadion verwehrt wurde: „Wenn in unserem Stadtwappen christliche Zeichen sind, und wir deshalb nicht reindürfen, wo leben wir denn?“

Zu unschönen Szenen anderer Art kam es in Guimarães, wo Eintracht Frankfurt dank eines Kopfballs von Innenverteidiger Evan N’Dicka (36.) mit 1:0 gewann. Unmittelbar vor Spielbeginn hatte es am Rand des Frankfurter Fanblocks Ausschreitungen gegeben. Auf Provokationen von Vitoria-Anhängern hin, die in den benachbarten Rang eingelassen worden waren, flogen Sitzschalen. Teile des Eintracht-Fanblocks wurden daraufhin von der Polizei geräumt. „So etwas will keiner sehen“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic anschließend: „Das ärgert mich. Wir sind unter Beobachtung und haben in der großen Überzahl eigentlich total gute Fans.“ Die erneuten Verfehlungen dürften empfindliche Konsequenzen haben.

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