„Helden der Saison“ Ein FCS-Spieler schon auf dem „Walk of Fame“ des DFB-Pokals verewigt

Berlin/Saarbrücken · Nach der Pokalsensation des 1. FC Saarbrücken gegen Bayern München werden die FCS-Kicker im Saarland und in Deutschland schon wie Helden gefeiert. Ein Spieler des Traditionsvereins aus dem Saarland ist dabei bereits tatsächlich als „Held der Saison“ auf dem „Walk of Fame“ des DFB-Pokals in Berlin verewigt worden.

Saarbrücken feiert am 3. März 2000 den damaligen FCS-Torwart Daniel Batz nach dem Elfmeter im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Fortuna Düsseldorf im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen.

Saarbrücken feiert am 3. März 2000 den damaligen FCS-Torwart Daniel Batz nach dem Elfmeter im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Fortuna Düsseldorf im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen.

Foto: dpa/Thomas Frey

Er ist zu einer echten Pilgerstätte für Fußball-Fans geworden: der „Walk of Fame“ am Berliner Olympiastadion. „Wie beim legendären Walk of Fame für die Filmstars in Hollywood werden am Olympiastadion Berlin unvergessliche Stars verewigt“, schreibt der Deutsche Fußball-Bund (DFB). „Und zwar die Pokalhelden der Vergangenheit und der Gegenwart.“ Der Unterschied zum berühmten Vorbild in Hollywood: Statt eines Sterns bekommen die Fußballer eine Gedenkplatte mit ihrem Fuß- oder Handabdruck. Und dort wurde auch schon ein Spieler des 1. FC Saarbrücken verewigt.

Jährlich kommen rund 300 000 Besucher zum „Walk of Fame“ am Berliner Olympiastadion

Jährlich kommen laut DFB rund 300 000 Besucher zu dieser Pilgerstätte der Pokalhelden. Zusätzlich befindet sich dort die „Wall of Fame“, eine Mauer mit Tafeln aller Endspielpaarungen samt Ergebnis und Vereinslogos seit der ersten Austragung 1935.

Fußballfest am Ludwigspark - Fans freuen sich auf das DFB-Pokalspiel
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Foto: BeckerBredel

Das Besondere: Die Pokalhelden werden per Online-Abstimmung gewählt. Der damalige Torwart des 1. FC Saarbrücken, Daniel Batz, wurde in der Pokalsaison 19/20 tatsächlich mit riesigem Abstand zum „Helden der Saison“ gewählt. Er war mit dem FCS, damals Viertligist, sensationell bis ins Pokal-Halbfinale vorgestoßen und stellte im Viertelfinale mit fünf gehaltenen Elfmetern gegen Fortuna Düsseldorf einen Rekord auf. „Der Torhüter des 1. FC Saarbrücken führte mit insgesamt sechs gehaltenen Elfmetern im Achtel- und Viertelfinale erstmalig einen Viertligisten ins Halbfinale des DFB-Pokals“, steht auf Batz‘ Gedenkplatte an der Nordseite des Berliner Olympiastadions.

 Die Hände von Torhüter Daniel Batz auf dem „Walk of Fame“ des DFB-Pokals in Berlin.

Die Hände von Torhüter Daniel Batz auf dem „Walk of Fame“ des DFB-Pokals in Berlin.

Foto: Markus Töpfer

Daniel Batz machte 202 Spiele für Saarbrücken

Von 2017 bis 2023 absolvierte der Keeper Batz 202 Spiele für den 1. FC Saarbrücken, ehe er im Sommer 2023 zum FSV Mainz 05 wechselte. Der 1,91 Meter große Torwart wurde in Erlangen in Bayern geboren und stand von 2016 bis 2017 auch für die SV Elversberg im Kasten (48 Spiele).

Der „Walk of Fame“ wurde 2013/14 vom DFB und Volkswagen ins Leben gerufen. Pro Jahr werden zwei Spieler dort geehrt: ein historischer Pokalheld und ein besonderer Spieler des aktuellen Wettbewerbs. Feldspieler verewigen sich dort mit Fußabdrücken, Torhüter und Trainer mit Handabdrücken. Bisher gehören zu den Geehrten neben Daniel Batz zum Beispiel Stars wie Oliver Kahn, Günther Netzer, Klaus Allofs, Olaf Thon oder Gerd Müller, aber auch weniger bekannte Spieler wie Thomas Radlspeck von den Bayern-Amateuren oder Felix Luz vom FC St. Pauli.

FCS-Torhüter Tim Schreiber und Marcel Gaus überragend bei Pokalsensation gegen Bayern

Bei der Pokalsensation des 1. FC Saarbrücken vor knapp einer Woche gegen den FC Bayern München ragten zwei Spieler des FCS heraus, Torhüter Tim Schreiber und Siegtorschütze Marcel Gaus. Schreiber wurde nach dem Spiel zum „Man of the match“, dem Mann des Tages gewählt. Die besondere Leistung von Keeper Schreiber hat nun auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund gewürdigt.

Die Handschuhe, die Schreiber beim Pokalsieg gegen die Bayern trug, stehen ab sofort in einer Vitrine der Dauerausstellung des Museums in Dortmund, teilte das Fußballmuseum via Instagram-Beitrag mit. Vielleicht kommt ja bald auch eine weitere Gedenkplatte von einem FCS-Spieler auf dem „Walk of Fame“ am Berliner Olympiastadion dazu...