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Noch keine Lösung für Stadionpacht beim 1. FC Kaiserslautern

Noch keine Lösung bei der Stadionfrage : Beim FCK sind die Fronten verhärtet

Stadtrat und Fußball-Drittligist finden keinen Konsens in Sachen Stadionpacht und müssen sich vertagen.

Die Fronten zwischen dem Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern und dem Stadtrat bleiben verhärtet. Das wurde in der Sitzung des Gremiums am Montag deutlich. Weil kein Konsens über eine fortdauernde Senkung der Stadionpacht zugunsten des Traditionsklubs gefunden wurde, ist die Entscheidung auf den 3. Februar vertagt worden.

Im Vorfeld hatte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) für ein weiteres finanzielles Entgegenkommen der Stadt einen Wertausgleich in Form von Aktien an der Kapitalgesellschaft des FCK gefordert. Die Vereinsverantwortlichen reagierten darauf irritiert und machten ihren Standpunkt deutlich. „Das ist mit uns nicht vereinbar“, sagte Rainer Keßler. Der Aufsichtsratschef des FCK fürchtet andernfalls Schwierigkeiten bei Investorenverhandlungen. Und auf diese ist der hoch verschuldete Verein angewiesen.

„Wenn es uns nicht gelingt, Investoren zu finden, haben wir unser Eigenkapital im Sommer aufgebraucht. Das heißt, es gibt keine Lizenz. Dann ist das Licht aus“, betonte Keßler. Potenzielle Geldgeber seien bereits abgesprungen, als Weichel seine Vorhaben im Dezember öffentlich und ohne Absprache mit dem Verein vortrug.

Eine Mehrheit des Rates votierte nach über vierstündigen Diskussionen für eine Vertagung der Entscheidung. Die SPD-Fraktion um Weichel hingegen beharrte auf ihrem Standpunkt, musste sich zudem die deutliche Kritik der anderen Fraktionen anhören, diese nicht über alle Details informiert zu haben. „Ohne den FCK ist das Desaster programmiert. Meine Unterstützung haben Sie. Aber nur mit etwas Werthaltigem im Gegenzug. Und außer den Aktien sehe ich keinen Wert im Verein“, erklärte das Stadtoberhaupt.

Das Fritz-Walter-Stadion, für die Weltmeisterschaft 2006 ausgebaut, befindet sich seit dem Jahr 2003 im Besitz der Kommune. Aufgrund einer finanziellen Schieflage war der FCK zum Verkauf gezwungen und zahlt aufgrund des sportlichen Niedergangs seit Jahren weniger als die ursprünglich vereinbarte Pacht von jährlich 3,2 Millionen Euro. Aktuell beträgt die Miete in der 3. Liga 425 000 Euro, die Differenz von 2,8 Millionen Euro gleicht bisher die Stadt aus. Der Verein will diese Regelung über die laufende Saison hinaus aufrechterhalten.

Unterdessen stellte die Stadt am Montag ein erstes Nutzungskonzept für die freien Flächen rund um das Stadion auf dem Betzenberg vor. Dieses ist jedoch nur ein erster Entwurf. Pläne für die Ausführung und Finanzierung des Projekts sind noch nicht ausgearbeitet.

Die letzten Pläne für den Punktspielauftakt 2020 am kommenden Montag (19 Uhr) im Fritz-Walter-Stadion gegen Abstiegskandidat SG Sonnenhof Großaspach schmiedet derweil FCK-Trainer Boris Schommers. Bei der Generalprobe sah er am Dienstagabend auf Platz vier des Betzenbergs einen 3:0-Sieg gegen Regionalligist FK Pirmasens. Die Tore erzielten Kevin Kraus (42.) und Lucas Röser (60. und 90.).