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Dank Retterspiel gegen Bayern München: FCK hat Lizenz so gut wie sicher

Erlös von 750 000 Euro : FCK hat die Lizenz dank des „Retterspiels“ so gut wie sicher

Freundschaftsspiel gegen die Bayern bringt Kaiserslautern 750 000 Euro. Großrosselner Zuck trifft beim 1:1 vor 48 500 Zuschauern. Boateng vor Abschied.

Das „Retterspiel“ hat seinen Zweck erfüllt: Durch den Reinerlös in Höhe von rund 750 000 Euro aus der Partie gegen Fußball-Rekordmeister Bayern München (1:1) am Montagabend im mit 48 500 Zuschauern ausverkauften Fritz-Walter-Stadion hat Drittligist 1. FC Kaiserslautern die Lizenz für die kommende Saison so gut wie sicher. Laut Geschäftsführer Michael Klatt habe der viermalige Meister noch während des Spiels die „letzte E-Mail in Sachen Lizenz“ an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) geschickt. Noch am Abend habe es eine positive Rückmeldung vom Verband gegeben, sagte Klatt. Den offiziellen Bescheid erwartet der FCK im Juni.

Die finanziell schwer angeschlagenen Pfälzer wollen zukünftig wieder positive Schlagzeilen schreiben. Nach dem Einstieg des Luxemburger Unternehmers Flavio Becca als Investor kündigte Becca an, mittelfristig in die Bundesliga zurückkehren zu wollen. Becca will in den nächsten fünf Jahren 25 Millionen Euro in den Club stecken.

Für den FCK endete am Montag eine turbulente Saison, ein Hauch von Bundesliga wehte auf dem Betzenberg. Der frisch gekürte Double-Sieger Bayern trat dabei mit einer mit Stammspielern ergänzten Perspektiv-Elf an – und ohne Jérôme Boateng. Der Weltmeister von 2014 soll von den Bayern-Bossen erneut einen Wechsel nahegelegt bekommen haben. Aufgrund der großen Konkurrenz sei es besser für Boateng zu gehen, sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß in Kaiserslautern. Boatengs Manager würde schon „ewig lang“ Gespräche führen und einen neuen Verein suchen.

Für die Lauterer war das Spiel nach dem enttäuschenden Abschneiden mit dem verpassten Aufstieg in die 2. Liga ein versöhnlicher Saisonabschluss. Drei Tage nach dem Verbandspokalsieg und der damit verbundenen DFB-Pokal-Qualifikation durften die leidgeprüften Fans noch mal in den Genuss von Franck Ribéry, Mats Hummels und Co. kommen. Weil die Bayern zwei Tage nach dem Titelgewinn im DFB-Pokal nur mäßig engagiert auftraten, konnte der Großrosselner Hendrick Zuck die Pfälzer in Führung bringen (9.). Robert Lewandowski glich zum 1:1-Endstand aus (79.).

„Mit dieser Kulisse war das ein super Abschluss für die Mannschaft. Und für die Jungs war das ein super Erlebnis heute, das nicht alltäglich ist. Die haben sich alle unheimlich auf das Spiel gefreut und konnten es auch genießen“, sagte FCK-Trainer Sascha Hildmann. Defensivakteur Carlo Sickinger fügte an: „Man kennt die Bayern-Spieler ja. Da konnten wir uns heute etwas abschauen, die Ruhe und Leichtigkeit sind bemerkenswert.“