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Bangen beim 1. FC Kaiserslautern um die Lizenz geht weiter

3. Fußball-Liga : Weiter Bangen auf dem Betzenberg

FCK hält sportlich die 3. Liga, zittert aber um den Abschluss mit Investor Becca.

Die internen Unruhen beim wirtschaftlich tief in der Krise steckenden 1. FC Kaiserslautern nehmen kein Ende. Doch zumindest sportlich feierte der Fußball-Drittligist am Samstag wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Durch den 4:0 (0:0)-Erfolg über die SpVgg Unterhaching sicherte sich der einstige Aufstiegs-Favorit nach einer enttäuschenden Saison am drittletzten Spieltag den Klassenverbleib. Doch alle Augen sind auf diesen Montag gerichtet, an dem eine wichtige Entscheidung hinsichtlich der Lizenz fallen könnte.

Denn ob die Pfälzer die finanziellen Mittel aufbringen können, um auch nächstes Jahr in der 3. Liga an den Start zu gehen, ist weiter offen. Das Fußballspiel geriet auf dem Betzenberg am Samstag jedenfalls zur Nebensache. Die Querelen in der Vereinsführung, der Kampf um die Lizenz und die Verhandlungen mit dem luxemburgischen Investor Flavio Becca überschatteten den ersten Heimerfolg seit fast zwei Monaten.

Abseits des Platzes zeichnet sich immer mehr ab: Gelingt dem FCK kein Abschluss mit dem potenziellen Geldgeber Becca, droht die Nichterteilung der Drittliga-Lizenz. „Die Situation ist ernst“, erklärte Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt. Dabei sei die Perspektive am Freitag noch in Ordnung gewesen, meinte der 50-Jährige. Doch die Diskussion um eine mögliche Absetzung von Sport-Geschäftsführer Martin Bader habe den Fritz-Walter-Club wieder weit zurückgeworfen.

„Nachdem die Geschäftsführung in Frage gestellt wurde, ist der ein oder andere Finanzpartner von seinem Engagement zurückgetreten“, berichtete Klatt. Nun hoffen die Verantwortlichen auf die Unterstützung Beccas. Doch der Immobilienkaufmann stellt für sein Darlehen von 2,6 Millionen Euro eine brisante Forderung: Beiratsmitglied Michael Littig, der die Absetzung Baders avisierte, muss bis zum Montag von seinem Amt zurücktreten, sonst verfalle das Angebot.

Sportlich zeigte sich der FCK – zumindest was den Einsatzwillen und die Effizienz anging – stark verbessert. Die abstiegsbedrohten Gäste leisteten allerdings auch so gut wie keine Gegenwehr. Vor 16 428 Zuschauern ebnete ein Doppelschlag von Christian Kühlwetter (59. Minute) und Florian Pick (62.) den Weg zum ersten Sieg nach zuletzt nur einem Punkt aus vier Partien. André Hainault (88.) und Christoph Hemlein erhöhten kurz vor Schluss zum 4:0-Endstand (90.).