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Viertelfinale im DFB-pokal: Bayer Leverkusen schlägt Union Berlin 3.1

Favorit siegt im DFB-Pokal : Leverkusen stürmt nach Rückstand ins Pokal-Halbfinale

Bayer schlägt Union Berlin durch späte Tore mit 3:1.

Das Spiel spät gedreht, der Tanz auf drei Hochzeiten geht weiter: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen darf weiter vom ersten DFB-Pokalsieg seit 27 Jahren träumen. Das Team von Trainer Peter Bosz bezwang Union Berlin im Viertelfinale dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zu Hause verdient mit 3:1 (0:1) und steht zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren in der Runde der letzten Vier (21. und 22. April). Dort könnte jetzt auch der 1. FC Saarbrücken der Gegner sein, die Auslosung findet am Sonntag statt.

Joker Karim Bellarabi (72.), Charles Aranguiz (86.) und Moussa Diaby (90.+1) sorgten für den fünften Sieg im fünften Duell mit den Eisernen, Marcus Ingvartsen (39.) hatte die Köpenicker vor der Pause in Führung gebracht. Unions Christopher Lenz (71.) sah vor den beiden Gegentreffern wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Während die Werkself im achten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen blieb, verpassten die Berliner ihren größten Pokalerfolg seit dem Finaleinzug 2001.

Zu Beginn hatte vor 18 453 Zuschauern Union der Partie den Stempel aufgedrückt und wurde über schnelles Umschaltspiel immer wieder gefährlich. Wegen eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne verzichteten beide Fanlager bis kurz vor der Pause auf Gesänge und lautstarke Unterstützung. Bei gespenstischer Stille entwickelte sich eine äußerst zähe Partie. Leverkusen agierte trotz eines deutlichen Ballbesitzplus’ sehr lethargisch und ohne Ideen.

Nach dem Wechsel erhöhte Bayer etwas das Tempo, es mangelte es aber weiter an Kreativität. Der letzte Pass kam nicht an, Angreifer Lucas Alario hing völlig in der Luft. Nur Sekunden nach dem Platzverweis für Lenz versenkte der eingewechselte Bellarabi einen Traumpass von Kai Havertz im langen Eck. In Bayers Schlussoffensive fehlten Mitchell Weiser (78.) nur Zentimeter, dann traf zunächst Aranguiz per Kopf, ehe Diaby den Schlusspunkt setzte.