Vier englische Teams im Viertelfinale der Champions League

Champions League : Die Premier League hat keine Lust auf Europacup-Brexit

Vier englische Teams noch in der Champions League.

Raus aus Europa? Nicht mit Englands Fußball-Clubs. Die vier Premier-League-Teams wollen vor dem Viertelfinale der Champions League einen Europacup-Bre­xit möglichst lange vermeiden. Jürgen Klopps FC Liverpool empfängt am heutigen Dienstag (21 Uhr) zum Hinspiel den FC Porto. Tottenham Hotspur trifft auf Manchester City. Man United hat am Mittwoch den FC Barcelona zu Gast.

Liverpool geht nach einem hart erkämpften 3:1 in Southampton als englischer Tabellenführer in die Partie gegen Porto. Trainer Klopp, erklärter Gegner des Brexits, kündigte an, dass seine Mannschaft trotz des engen Meisterschaftsrennens nicht daran denkt, die Ansprüche in Europa runterzuschrauben. „Wir sind sehr ehrgeizig“, sagte Klopp. „Es ist in Anfield, es ist das Viertelfinale, das ist ein großes Ding für uns.“ Im Achtelfinale düpierte die Klopp-Elf den FC Bayern in München mit 3:1 und peilt nun das Double aus Meisterschaft und Champions League an.

In der Liga ist Man City der schärfste Konkurrent für Liverpool. Der Premier-League-Zweite, der mit einem Spiel weniger zwei Punkte hinter den Reds liegt, muss bei Englands Tabellendrittem Tottenham bestehen. Als die britische Premierministerin Theresa May den EU-Austritt am 29. März 2017 formal erklärte, spielten die Spurs noch an der White Hart Lane. Am Platz der alten Spielstätte steht nun ein neues Stadion, das gegen City Champions-League-Premiere feiert. Dafür, dass es deutlich teurer als geplant wurde, machte Spurs-Trainer Mauricio Pochettino den Brexit und den Kursverfall des britischen Pfunds verantwortlich. Der Brexit sei „ein Drama“, sagte der Argentinier.

Manchester United hat mit dem FC Barcelona vielleicht die schwerste Aufgabe erwischt. United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer hatte zuletzt seinen ganz eigenen Brexit-Ärger. Ein Wettanbieter hatte ein Bild des Norwegers für eine Anzeige mit Brexit-Bezug und dem Slogan „Theresa, wäre es nicht Zeit für das norwegische Modell?“ genutzt. Solskjaer gab die Angelegenheit seinen Anwälten. „Es ist ein Wettanbieter, damit will ich nichts zu tun haben“, sagte er.

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