Trainer Martin Schmidt muss beim FC Augsburg um seinen Job bangen

FC Augsburg gegen Bayern München : Schmidts Stuhl kommt ins Wackeln

Der Trainer des FC Augsburg steht unter Druck – und jetzt kommen die Bayern.

Wenn Niko Kovac dieser Tage seinen Trainerkollegen beim FC Augsburg beobachtet, fühlt er sich womöglich an den Herbst des vergangenen Jahres erinnert. Da ging es um Kovac ziemlich hoch her, die Bosse bei Bayern München diskutierten intensiv seine Zukunft. Es war ganz eng für den Kroaten. Eng könnte es nun für FCA-Trainer Martin Schmidt werden, wenn der deutsche Fußball-Rekordmeister am Samstag (15.30 Uhr/Sky) einen Sahnetag erwischt.

Nach dem teilweise erschreckenden 1:5 bei Borussia Mönchengladbach muss Augsburg zumindest eine deutliche Reaktion zeigen. „Es gibt keine Ausreden mehr. Es darf ab sofort besser werden“, sagte FCA-Präsident Klaus Hofmann – eine Aussage, die als Warnung zu verstehen sein dürfte. „Wir haben“, sagte Schmidt mit Blick auf mickrige fünf Punkte aus sieben Spielen, „viele Gespräche geführt, jeder ist gefordert, von Anfang an wach zu sein.“ Der Schweizer fordert Mut, es gehe darum, „dass man sich nicht zu klein macht, dass man nicht zu viel Respekt hat“.

Augsburg darf aus München keine Nachbarschaftshilfe erwarten, die Bayern haben schließlich selbst keine Lust auf eine erneute Krise. „Ich erwarte einen besseren Herbst als im letzten Jahr, die nächsten sieben Spiele wollen wir am besten gewinnen“, betonte Kovac, der nach dem „pomadigen“ Auftritt gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:2) eine deutliche Steigerung fordert.